Auf Pflicht folgt Wahrheit. Rocks überrollten KOS Celovac. Nun weist sich, ob sich Mattersburg mit Top-Teams messen kann.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)
Jan Nicoli (r.) war gegen KOS einer der Antreiber. Der Südtiroler erzielte 18 Punkte. Ihm könnte auch im brisanten Match-up gegen Mistelbach eine Schlüsselrolle zukommen, immerhin ist der 29-Jährige der wahrscheinlich beste Dreipunkte-Schütze bei den Rocks.
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Wahrheit oder Pflicht ist gerade bei Heranwachsenden ein beliebtes Partyspiel. Aus diesem Alter sind die Rocks-Spieler zwar hinaus, aber nach der gemeisterten Pflichtaufgabe gilt es nun die Wahrheits-Frage zu beantworten und die lautet schlicht: Sind die Rocks titelreif?

Fest steht, dass es im Moment recht gut läuft: Die Mattersburger Serie hält. Gegen KOS gab es für die Rocks den siebenten Liga-Sieg in Folge. „Die Pflicht haben wir erfüllt“, wollte Corey Hallett als spielender Obmann dennoch nicht in Euphorie verfallen. Wenngleich die defensive Stabilität beeindruckend war. Die Rocker ließen gegen die Kärntner nur 47 Punkte zu. Dass die Tendenz bei Mattersburg in den letzten Wochen nach oben geht, lässt sich also nicht leugnen: „Wir sind in einem guten Lauf, spielen aktuell gut zusammen“, kann Hallett, angesprochen auf die Entwicklung, endlich positivere Töne anstimmen.

Zum Ausruhen bleibt allerdings keine Zeit. Denn gegen die Top Drei der Liga (Güssing/Jennersdorf, Mistelbach und Dornbirn) setzte es ausschließlich Niederlagen für die Rocker. Das soll sich am Samstag ändern, da gastiert Mattersburg nämlich beim Erzrivalen aus Mistelbach. „Wir müssen gegen die Top Drei Siege holen, am besten gegen alle drei. Der Start ist gegen Mistelbach und das wird eine Partie mit viel Emotion und viel Energie“, verspricht sich Hallett vom Duell der Erzrivalen einiges.

Der Schlüssel zum Sieg in Mistelbach

Die Erinnerung an die 51:63-Schlappe aus der ersten Saisonbegegnung ist allerdings noch relativ frisch. Ende September zeigte Mattersburg nämlich die bisher vielleicht schlechteste Leistung dieser Spielzeit. Das Match am Samstag steht also ganz im Zeichen der Revanche. Wie diese gelingen kann? „Wir müssen erstens den Rebound kontrollieren. Und mir müssen zweitens auch Shots von außen treffen“, meint Hallett. Und genau bei den Würfen aus der Distanz haben die Mattersburger noch so ihre Probleme. Gegen KOS fielen gerade einmal 24 Prozent der Dreipunkt-Versuche. Egal wie das Match gegen Mistelbach ausgeht, auf Mattersburg wartet auch in den Wochen danach kein besinnliches Weihnachtsprogramm. Vielmehr rollen die Wochen der Entscheidung auf die Rocks zu.

Nach den Mustangs steht das Derby gegen Eisenstadt sowie das Spitzenspiel gegen Dornbirn am Spielplan. Das neue Jahr beginnt dann mit dem Duell gegen die Blackbirds. In diesen Spielen gilt es die Position unter den Top Four einzuzementieren. Gelingt das nicht, schließt Hallett nicht aus, nochmals am Spielersektor tätig zu werden. Eine Entscheidung über mögliche Neuzugänge könnte dann rund um die Jahreswende fallen.