Nach Betrugsskandal: Positive gerät in den Hintergrund. Vermeintlicher Betrugsskandal in Graz, Insultierung in Fürstenfeld: Mattersburg Rocks sind über die jüngsten Vorfälle erschüttert.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. Februar 2020 (01:48)
Die Burgenland-Derbys in der 2. Liga – hier Mattersburg (Corey Hallett, l.) gegen die Blackbirds – sorgten für positive Meldungen. Nach mutmaßlichem Wettbetrug und einem Trainer-Tritt ist der heimische Basketball derzeit aber in den Negativschlagzeilen.
Malcolm Zottl

Derzeit prasselt auf den heimischen Basketball einiges ein. In der Superliga sitzen fünf Spieler des UBSC Graz in Haft, weil sie Spiele manipuliert haben sollen. In der 2. Liga kickte am letzten Wochenende Fürstenfeld-Trainer Flavio Priulla Mattersburgs Marko Soldo nach Spielende nieder. Die Strafe der Liga fiel deftig aus. Drei Monate Sperre für den Fürstenfeld-Betreuer plus eine 2.500 Euro-Geldstrafe.

Dass am Wochenende mit dem Cup-Final Four auch eines der Saisonhighlights stattfand, ging da fast unter. Für Mattersburg-Obmann Corey Hallett sind solche Vorfälle eine Katastrophe: „Das ist echt schade für den Basketball in Österreich. Wir arbeiten quasi gratis für den Verein, dominieren tun dann aber die Negativschlagzeilen.“ Dabei war der Basketball nach der Neuausrichtung der Liga im Sommer in der heimischen Medienlandschaft präsenter als in den letzten Jahren. Solche Vorfälle sind für die öffentliche Wahrnehmung dann natürlich ein echter Bärendienst. „Positiv ist das Ganze sicher nicht“, kann Hallett noch nicht abschätzen, wie groß der Schaden tatsächlich ist: „Aber alle Vereine suchen nach Sponsoren, das ist logisch, jeder Verein sucht immer nach neuen Sponsoren. Wir kämpfen um jeden Cent. Solche Geschichten machen es noch einmal schwerer.“

„Wir arbeiten quasi gratis für den Verein, dominieren tun dann aber die Negativschlagzeilen.“ Corey Hallett über die Skandale der letzten Woche.

Hallett will, dass die Verantwortlichen die Konsequenzen für ihr Handeln tragen, und hofft, dass Basketball zukünftig positiv in die Schlagzeilen kommt: „Das erste Mal seit ich in Österreich bin, habe ich vor der Arbeit einen Basketball-Bericht im Radio gehört und dann geht‘s um den mutmaßlichen Betrug in Graz. Das ist wirklich schade, nicht nur für den Basketball, sondern für den ganzen Sport in Österreich.“