Druck formt Champions. Die Rocks stehen vor dem Aus. Diese Woche wird zeigen, ob Mattersburg titelreif ist.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 10. April 2019 (01:31)
Malcolm Zottl

Unter Druck wird aus Graphit Diamant. In die Sportwelt übersetzt, heißt das: Unter Druck wird klar, wer das Zeug zum wahren Champion hat.

Und Druck hat der Saisondominator aus Mattersburg nach der Auftaktniederlage in der Halbfinal-Serie reichlich, steht mit dem Rücken zur Wand. Mattersburg erwischte einen ungünstigen Zeitpunkt, um eine der schlechtesten Saisonleistungen abzurufen, die Rocker verloren gegen UBC Sankt Pölten nämlich mit 79:83. „Ja, so ist das in den Play-offs eben, wenn man nicht halbwegs vernünftig spielt“, poltert BKM-Häuptling Corey Hallett. Während Sankt Pölten angeführt von Christoph Koroschitz-Böck fast alles richtig machte, ging den Mattersburgern nichts auf. „Es war ein Wahnsinn. Wir hätten von Beginn an mit mehr Energie spielen müssen“, weiß Hallett.

„Wir sind nicht umsonst Grunddurchgangssieger geworden. Ich sehe da eigentlich kein Problem.“ Corey Hallett vertraut weiterhin auf die Spielstärke seiner Mattersburg Rocks.

Nach dieser „furchtbaren Performance“ (O-Ton Hallett) droht den Rockern nach 2017 und 2018 das dritte Halbfinal-Aus in Serie. Die Williams-Truppe muss schnell zu alter Stärke zurückfinden. Bei einer weiteren Niederlage in der Halbfinal-Serie ist die Saison für die Burgenländer nämlich bereits beendet. „Gary Ware und Max Hübner haben gut gespielt. Aber es muss mehr kommen von der gesamten Mannschaft“, fordert Hallett ein. Nach dem Spiel gab es in der Kabine prompt die erste Aussprache.

Hallett zweifelt nicht daran, dass seine Rocks noch einmal zurückkommen: „Wir sind nicht umsonst Grunddurchgangssieger geworden. Ich sehe da eigentlich kein Problem. Wir holen einen Sieg am Freitag in Sankt Pölten und wir holen einen Sieg am Sonntag daheim.“

Ausreden gibt es nun keine mehr. Die Rocks müssen zwei Topleistungen abrufen, um zu beweisen, dass sie bereit sind für den ganz großen Wurf, sinnbildlich also die Verwandlung von Graphit in Diamant bereits vollzogen haben. Oder wie es Hallett ausdrückt: „Wenn wir den Titel möchten, müssen wir jetzt unter Druck abliefern.“

Und wer den Druck hat, wie es sich damit verhält, weiß man auch in Sankt Pölten, Coach Andreas Worenz über Spiel zwei der Serie: „Es wird noch schwerer und wir sind noch lange nicht im Finale. Aber wir wollen es ausmachen. Der Druck liegt bei ihnen.“