Mattersburg

Erstellt am 10. März 2018, 04:37

von Bernhard Fenz

Nedeljko Malic: Frostschutz? Nein danke. Der 29-jährige SVM-Kapitän läuft auch bei minus zehn Grad im Kurzarm-Trikot und ohne Handschuhe über den Platz. „Das ist mein Spielmodus – und auch eine Prinzipsache.“

Achtung, der Eismann ist da! Nedeljko Malic (hier im Duell mit Ex-Mattersburg-Profi Sven Sprangler beim ÖFB-Cup-Match gegen Hartberg) gibt sich auch bei tiefen Minustemperaturen im Kurzarm-Trikot die Ehre. „So bin ich in meinem Spielmodus.“  |  Martin Ivansich

Rund 500 kältefeste Fans des SV Mattersburg (und eine Handvoll Gäste-Zuschauer) trieb es am vergangenen Dienstag bei über minus zehn Grad Außentemperatur zum ÖFB-Cup-Viertelfinalspiel des SVM gegen Hartberg. Am Platz huschten alle Akteure mit einem Langarm-Schutz unterhalb des Trikots über den Rasen, beinahe alle hatten auch Handschuhe an.

Nedeljko Malic  |  Ivansich

Nedeljko Malic hingegen war im Kurzarm und handschuhfrei unterwegs – so wie übrigens bei jeder Partie in der kalten Jahreszeit. „Erstens empfinde ich das Langarm-Shirt darunter als störend. Außerdem bin ich so für mich in meinem Spielmodus, von dem gehe ich nicht ab. Das ist auch ein bisschen eine Prinzipsache.“

Überhaupt mache die Schicht darunter oder das Paar Handschuhe ohnehin keinen großen Unterschied aus. Ob man Malic trotzdem früher oder später kältegeschützt bei einem Pflichtspiel sehen wird? „So etwas wird es nicht geben, zumindest nicht in Österreich“, so der schmunzelnde Konter des Defensiv-Cracks unmittelbar nach Schlusspfiff beim 3:2-Sieg am Samstag gegen die Admira.

„Riesenkompliment an den Trainer, der sehr ehrgeizig ist. Jetzt ernten wir die Früchte.“Nedeljko Malic über SVM-Chefcoach Gerald Baumgartner, der viel Wert auf intensive Arbeit am und neben dem Platz legt.

Wie auch immer. Der Verteidiger Malic funktioniert jedenfalls – und das zählt. Gegen die Südstädter leitete der 29-Jährige die Führung von Smail Prevljak per Assist ein. Mittlerweile steht der Abwehrchef nach einem Doppelpack beim 2:2 am 14. Oktober in Wolfsberg sowie dem Siegestreffer beim 1:0 am 18. November gegen Altach bei drei Saisontreffern.

Hinzukamen beim 1:1 gegen St. Pölten am 28. Oktober sowie zuletzt beim 1:1 in Altach und am Samstag beim 3:2 gegen die Admira ebensoviele Assists. „Das freut mich natürlich. Allerdings muss man schon auch sagen, dass sich die Stürmer vorne richtig gut bewegen. Wie sind offensiv mittlerweile viel flexibler und glänzen von den Möglichkeiten her auch durch Vielfalt. Das merkt man schon.“

Überhaupt sei der aktuelle Lauf – Malic kennt als langjähriger Spieler viele Mattersburger Höhen und Tiefen – laut dem Kapitän ein logisches Ergebnis hartnäckiger Arbeit. „Ein Riesenkompliment an den Trainer, der das gemeinsam mit seinem Betreuerstab so hinbekommen hat. Natürlich legt er Wert auf Disziplin und ist eher streng, aber das ist auch gut so, vor allem, weil er so ehrgeizig ist. Im Endeffekt ernten wir jetzt die Früchte. Und viele Spieler haben sich unter ihm wesentlich verbessert. Das ganze Team strebt so weiter nach oben.“