Erstellt am 28. Juli 2018, 18:42

von Bernhard Fenz

3:2 – perfekter SVM-Start!. So kann die Saison aus Sicht des SV Mattersburg starten: Die Mannschaft von Trainer Gerald Baumgartner setzte sich zum Auftakt auswärts in Altach verdient mit 3:2 durch und sorgte so für einen optimalen Start in die neue Bundesliga.

Es war ein gleichermaßen unterhaltsam wie spannendes Auftaktduell, das die rund 4.700 Zuseher in der Cashpoint-Arena in Altach zu sehen bekamen. Vor dem Spiel war die Frage auf Seiten der Gäste, wer die insgesamt 32 Tore der Saison 2017/2018, die in den Abgängen von Smail Prevljak (16), Markus Pink (6), Masaya Okugawa (5) und Stefan Maierhofer (5) verpackt waren, kompensieren könne.

Nach der Partie gab die neuformierte Mannschaft des SVM eine erste klare Antwort. Mit Daniel Kerschbaumer (überlegt mit links ins lange Eck zum 0:1), Alois Höller (ein unkonventioneller, herrlicher Drehschuss mit links zum 1:2) sowie Marko Kvasina (per Kopf aus kurzer Distanz nach Flanke von Gruber zum 2:3) trugen sich drei neue Akteure in die Schützenliste ein, Kerschbaumer und Kvasina netzten als Neuzugänge überhaupt  erstmals in einem Bundesliga-Spiel für die Grün-Weißen.

Überhaupt glückte der Mannschaft von Gerald Baumgartner ein richtig guter Auftakt, weil sich die Truppe im Ländle nicht versteckte und immer wieder konstruktiv nach vorne agierte. Kvasina und Höller vergaben hier schon in der ersten Halbzeit nach gefährlichen Hereingaben einen Treffer.

Altach? Hatte nach dem Ausgleich zum 1:1 – eine Flanke von Stefan Nutz landete genau zwischen Cesar Ortiz und Rene Renner am Kopf von Hannes Aigner - zweifelsohne seine beste Phase: Da half Mattersburg die Stange bei einer Chance von Christian Gebauer, kurze Zeit später traf Benedikt Zech nach einem Corner per Kopf die Latte.

Trotzdem wirkten die Gäste an diesem Tag in Summe einfach um den entscheidenden Tik zielstrebiger. Und eine gewisse Gerechtigkeit gab es ganz nebenbei auch: Der Elfmeter, der zum 2:2-Ausgleich der Altacher führte, war schließlich ein tendenzielles Geschenk. Nach einem Zweikampf zwischen SVM-Kapitän Nedeljko Malic und Jan Zwischenbrugger (bei dem der Altacher auch noch leicht hinter Malic war) ging der Kicker der Heimischen zu Boden, Referee Dieter Muckenhammer sah ein Foul und entschied auf Elfmeter (den Aigner sicher verwertete). Dieser Pfiff blieb aber insofern ohne schwere Folgen, weil Kvasina per Kopf der Siegestreffer gelang und so die drei Punkte doch  in trockenen Tüchern waren.

Mit diesem vollen Erfolg im Gepäck fällt die Heimreise der SVM-Profis nun dementsprechend entspannt aus. Kein Wunder: Der Start ist geglückt und am kommenden Samstag ist Meister Salzburg zu Gast im Pappelstadion. Mattersburger Fußballherz, was willst du mehr…?

 

STATISTIK

ALTACH – MATTERSBURG 2:3 (1:1).- Torfolge: 0:1 (20.) Kerschbaumer, 1:1 (26.) Aigner, 1:2 (52.) Höller, 2:2 (65.) Aigner (Foulelfmeter), 2:3 (70.) Kvasina.

Gelb: Zwischenbrugger (36., Foul), Nutz (43., Foul), Zech (55., Unsportlichkeit), Aigner (57., Foul); Salomon (61., Foul).

SR: Muckenhammer.- Cashpoint-Arena, 4.700.

Altach: Lukse; Lienhart, Zech, Netzer, Schreiner; Zwischenbrugger, Oum Gouet; Gebauer, Nutz (68. Fischer), Meilinger (62. Grbic); Aigner (76. Karic).

Mattersburg: Kuster; Kerschbaumer (87. Erhardt), Malic, Ortiz, Renner; Jano, Salomon; Höller, Ertlthaler, Gruber (78. Mahrer); Kvasina (90. Bürger).

 

STIMMEN

Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner: „Wenn du auswärts drei Tore schießt, sollte das genügen. Wir waren von Beginn an sehr gut im Spiel, haben auch explizit in der Vorbereitung den Spielaufbau trainiert. Erst nach dem 1:1 hatten wir ein wenig Probleme, aber über weite Strecken hat die Mannschaft das sehr gut gemacht. Das Ergebnis ist natürlich sehr gut für uns.“

SVM-Torschütze Daniel Kerschbaumer: „Für mich ist das ein unglaubliches Gefühl. Dass ich ein Tor geschossen habe, ist extrem super, gerade bei meinem Bundesliga-Debüt mit 29 Jahren.“

SVM-Torschütze  Marko Kvasina: „Ich freue mich sehr, jetzt einer Mannschaft anzugehören, wo man sich auch wertgeschätzt fühlt.“

SVM-Torschütze  Alois Höller: „Mit links treffe ich nicht allzuoft, jetzt ist mir aber schon das zweite Mal in Altach mit links ein Weitschusstor geglückt. Offensichtlich ist das ein gutes Pflaster für mich.“

Altach-Trainer Werner Grabherr: „Wir müssen uns die Tore selbst zuschreiben und konnten in der ersten Halbzeit die gute Phase nicht in Tore ummünzen.“

Altach-Torschütze Hannes Aigner: „Die Niederlage  war sehr unnötig, wir waren naiv bei den Gegentoren und müssen kaltschnäuziger sein.“