Die drei „Pelzmänner“ vom UFC Tadten. Christian Pelzmann ist einer von vier Obmännern beim UFC Tadten. Seine Söhne Maximilian und Michael spielen in der Kampfmannschaft.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 12. März 2021 (02:12)
Familienbande beim UFC Tadten: Obmann Christian Pelzmann (M.) mit seinen Söhnen Maximilian und Michael , die in der Kampfmannschaft spielen.
BVZ

Familienbetrieb Tadten? Na sicher! Blättert man zurück in die 90er-Jahre, dann findet man zu Glanz- und Gloriazeiten des UFC Aufstellungen und Kaderlisten, wo Familiennamen sehr oft vorkommen. Da sind zum Beispiel die „Bodoren“: Die fünf (!) Brüder Herbert, Ernst, Harald, Johann und Michael (sein Sohn Martin spielte auch für Tadten) schnürten allesamt ihre Packler für den UFC. Dann gab es auch noch die Ebner-Dynastie. Vater Andreas coachte Sohn Reinhard, während die Brüderpaare Günther und Herbert „Jimmy“ sowie Jürgen und Dietmar (mit Sektionsleiter-Vater Josef) allesamt Ebner hießen.

Jetzt sind die Pelzmanns dran. Vater Christian – seit dem Valentinstag einer von vier gleichberechtigten Obmännern – brachte seine Söhne schon als Kinder auf den Fußballplatz. Er selber bezeichnet sich als „sportaffin“, der Kugel nachgejagt hat er aber wettkampfmäßig nicht. Anders seine beiden Söhne – der heute 21-jährige Maximilian feierte sein Kampfmannschaftsdebüt bereits mit 16. „Ich hab da nicht viel nachgedacht“, erinnert sich der beinharte Verteidiger. „Aber im Gegensatz zur U16 war da schon ein anderes Tempo.“ Der Student der Wirtschaftsinformatik hat ein richtiges Seuchenjahr hinter sich. Im Frühjahr 2020 erlitt er bei einem Zusammenprall im Training ein Knochenmarksödem – der Knorpel war so beleidigt, dass eine Operation notwendig war. Seit Mai befindet sich Maxi im Aufbautraining.

„Es herrscht hier eine tolle Kameradschaft“

„Ganz bei 100 Prozent bin ich noch nicht.“ Er sieht sich als waschechter UFCler: „Bevor ich woanders hingehe, höre ich auf“, so der Kicker, der es schon auf 68-Einsätze für seinen Klub bringt. „Wir sind hier viele Junge, es herrscht eine tolle Kameradschaft.“ Wie es ist, mit dem jüngeren Bruder aufzulaufen? „Ich bin schon etwas routinierter und er lässt sich betreffend Stellungsspiel auch einteilen.“ Klar, denn der 18-jährige Michael hat sich auf der Sechserposition ein Stammleiberl erkämpft, spielt also „vor“ seinem Bruder.

Er feierte seinen ersten Einsatz im Erwachsenenfußball schon mit 15. „Wir hatten damals viele Verletzte und er musste eben ran. Er hat sich gut reingespielt“, erklärt Vater Christian Pelzmann. „Auf einmal musste ich Verantwortung übernehmen“, erläutert Michi, der momentan die 4. HAK in Frauenkirchen absolviert. Zu seinen bislang 42 Einsätzen in der Ersten sollen noch viele kommen. Auch er schwört auf Tadten: „Über einen Wechsel habe ich noch nie nachgedacht.“ Beide möchten mit ihrem Klub unbedingt den Klassenerhalt schaffen: „Wir wollen da gut drüberkommen.“ Auch die sportliche Leitung ist mit dem Brüder-Youngster sehr zufrieden. „Sehr verlässliche Jungs“, meint Christoph Tischler. „Jeder steht auf seiner Position seinen Mann, beide geben immer alles.“