Tischtennis: Bund darf, Land nicht. Auf Landesebene wurde der Spielbetrieb eingestellt. Die 2. Bundesliga darf dagegen weiterhin spielen und trainieren.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 12. November 2020 (01:11)
Zwangspause. Helmut Holzbauer, Franz Edelhofer und Attila Horvath (v.l.) und der TTC Hornstein warten auf den Liga-Neustart im Frühjahr. Wagentristl
BVZ

Die Bälle ruhen im Burgenland: „Der BTTV wird der Vorgabe der Bundesregierung im Sinne der allgemeinen Gesundheit nachkommen und ab sofort den Spielbetrieb und damit die laufende Meisterschaft in allen Ligen und Klassen unterbrechen. Auch das Abhalten von Trainings für Erwachsene sowie für den Nachwuchs ist nicht mehr möglich“, informierte Präsident Helmut Jäger zum Lockdown die Vereine. Der Meisterschaftsbetrieb wird zumindest bis Ende Dezember ausgesetzt. „Das Ziel ist es, ab Jänner den begonnenen Herbstdurchgang weiterzuführen“, ist weiter auf der BTTV-Homepage zu lesen.

Trainings und Matches nur für Spitzensportler

Diese Regelungen gelten allerdings nur für jene Klassen und Ligen, die dem BTTV unterstellt sind. Für die Bundesliga-Teams gelten andere Regelungen. So etwa für den UTTC Neusiedl: Am Montag wurde entschieden, dass die 2. Bundesliga als Spitzensport gilt und der Spiel- und Trainingsbetrieb daher fortgesetzt werden darf. Normalität kehrt aber noch nicht ein: Bei verschärften Sicherheitsmaßnahmen werden im November die verschobenen Matches der vergangenen Runden nachgeholt, damit ab Dezember in der Liga wieder Vergleichbarkeit herrscht, erklärt UTTC Neusiedl-Vorstandsmitglied Gabriele Enz. „Start ist gleich am Wochenende: Wir holen die dritte und vierte Runde auswärts in St. Veit und Wels nach. Eine Woche später werden in Neusiedl die fünfte und sechste Runde nachgeholt“, skizziert sie den Fahrplan: „Es schaut gut aus.“

Verständnis für Absage beim TTC Hornstein

„Es war definitiv notwendig“, zeigt TTC Hornstein-Obmann Günter Reiter Verständnis für die Unterbrechung: „Das ist natürlich bitter für uns, aber verständlich. Gesundheit geht natürlich vor.“ Durch die Schließung der Turnhalle habe man in Hornstein ohnehin keine Spielstätte, andernorts sei die Situation ähnlich. Dennoch: „Wir hoffen, dass wir die Herbstmeisterschaft im Frühjahr nachholen und etwa schon im Feber oder gar im Jänner wieder spielen können.“

Sportlich sah es derzeit nicht gerade rosig aus. Normalerweise ein Kandidat für Spitzenplätze, ist der TTC Hornstein erst weit unten in der Landesliga-Tabelle zu finden. Das liegt einerseits an einem Krankheitsfall im Verein, andererseits am Ausfall der Hornsteiner Nummer eins, Attila Horvath, wegen der Pandemie. Der ungarische Legionär darf von seinem Arbeitgeber aus nicht in Österreich spielen. „Das muss man leider verstehen, trifft uns aber hart“, so Reiter.