Norbert Schalling, ein Vorbild für die Jugend. Gattendorfs Kapitän und Routinier Norbert Schalling denkt mit 34 Jahren noch lange nicht ans Aufhören.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 27. März 2021 (01:11)
Gattendorf-Urgestein Norbert Schalling hat noch nicht genug.
BVZ

1994 wurde sein Spielerpass ausgestellt. 2002 debütierte er als knapp 16-Jähriger in der Ersten. Im Spiel gegen den ASV Neufeld gelang ihm dabei im ersten Pflichtspieleinsatz auch gleich ein Treffer. 2021 ist er immer noch voll dabei. Gattendorfs Norbert Schalling hat im Laufe seiner Karriere schon zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt. „Aber so etwas wie Corona hätte ich mir niemals träumen lassen. Langsam glaubt auch keiner mehr daran, dass die Hinrunde fertiggespielt wird“, schüttelt der Routinier den Kopf. Er weiß, wovon er spricht – erst eben haben seine Familie und er die Virus-Erkrankung (ohne gröbere Probleme) überstanden. „Gut, dass ich körperlich gut in Schuss bin“, so Schalling weiter. „Aber ständig nur laufen gehen oder Challenges absolvieren, das nervt gewaltig.“

„Beim Fortgehen mehr zusammenreißen“

Den Wiederaufstieg in die 2. Liga Nord im Sommer 2017 bezeichnet er als eines der schönsten Erlebnisse im Dress seines Klubs, dem er stets die Treue hielt. Lediglich 2014 machte er für zwei Saisonen eine Pause. „Wir haben eine Familie gegründet und Haus gebaut“, erklärt der Kapitän. Dann hat’s ihn wieder gejuckt. Obwohl er schon einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskus-Operation überstanden hat, will er noch ein „Zeiterl“ die Knochen für die Gattendorfer hinhalten. „Die Mischung passt“, erläutert er das Zusammenspielen von Legionären, Routiniers und Jungen. „Die sind eh brav“, beschreibt der erfahrene Kicker die junge Horde an Eigenbauspielern.

„Nur beim Fortgehen könnten sie sich mehr zusammenreißen.“ Das Führen der Youngsters hat er sich schließlich noch als Ziel gesteckt. „Wir haben wenigstens noch Eigenbauspieler“, so Schalling weiter. Er ist der Ansicht, dass die 2. Liga eine ideale Spielwiese für die heimische Jugend ist. Gattendorf als Ausbildungsverein? „Den Nachwuchs sollte man schon beim Klub halten können“, so der robuste Linksfuß. „Aber wenn von weiter oben ein Verein anklopft, wird es schwierig.“ Mit seinem Einsatz will er künftigen Stammspielern ein Vorbild sein. „Die Situation ist für sie nicht einfach. Da bist du 16, 17 oder 18 Jahre und hast seit knapp einem halben Jahr weder Training noch Match.“

schon beim Klub halten können“, so der robuste Linksfuß. „Aber wenn von weiter oben ein Verein anklopft, wird es schwierig.“ Mit seinem Einsatz will er künftigen Stammspielern ein Vorbild sein. „Die Situation ist für sie nicht einfach. Da bist du 16, 17 oder 18 Jahre und hast seit knapp einem halben Jahr weder Training noch Match.“