Umbruch bei Bader-Elf. Vier Stammspieler sind weg in Gattendorf, Neuverpflichtungen sind schon geplant. Jan Reiter ist nach seiner Operation fit.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 17. Januar 2021 (01:45)
Gattendorfs Kapitän Norbert Schalling (v.) laborierte im Herbst an einem Bandscheibenvorfall, biss aber die Zähne zusammen. Im Frühjahr will er voll fit dabei sein.
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Mit dem Gezeigten war Gattendorf-Trainer Didi Bader in der Hinrunde nur bis zum vierten Spieltag sehr zufrieden. Da war man mit vier Siegen in Serie noch Tabellenführer. Die erste Ernüchterung folgte dann mit der 0:6-Pleite in Wimpassing.

„So wie wir uns danach präsentiert haben, das war alles andere als das Gelbe vom Ei“, bekrittelte der Coach vor allem die Akteure, die eigentlich als Führungsspieler hätten gelten sollen. Denn – die zunächst ansprechenden Leistungen der heimischen Youngsters schwankten ordentlich. Dennoch liegt man mit 13 Punkten auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze auf Platz vier. Das Preis-Leistungsverhältnis wurde auch von der sportlichen Leitung abgewogen.

Rasch wurde klar, dass personell etwas verändert werden soll. Oldboy Ronny Weigl wurde – schweren Herzens – mitgeteilt, dass man nicht mehr auf ihn setzt. Er heuerte nun in Frauenkirchen an. Noch im Oktober wurde Legionär Radovan Kistan verabschiedet, er übersiedelt – Gerüchten zufolge – nach Zurndorf. Juray Czibula, einst Publikumsliebling und treffsicherer Stürmer, geht nach Hainburg. Patrick Wolf, der aus beruflichen Gründen nur selten trainieren konnte, „darf“ zurück zu Stammverein Parndorf.

„Es ist schwer, Spieler zu bekommen“

Ob er dort auch kicken wird, ist aber fraglich. Der Klub verhandelt zurzeit mit Spielern aus dem In- und Ausland. „Solange wir die Unterschriften nicht haben, wird nichts verraten“, meint Bader. „Es ist schwer, Spieler zu bekommen, die uns helfen können. Bei einem Wiener muss man schon ordentlich in die Kassa greifen, denn der fährt ja viermal in der Woche nach Gattendorf und zurück.“

Fix ist aber, dass er mit dem erst 17-jährigen Talent Jan Reiter wieder planen kann. Nach einem Bruch wurde sein Sprunggelenk mit einem Nagel fixiert. Dieser ist bereits entfernt worden, der Jungspund geht seit zwei Wochen schon wieder laufen und ist eine heiße Aktie für die Zukunft. Als Schüler des Gymnasiums Oberschützen trainiert Reiter unter der Woche beim SC Pinkafeld, das obligatorische Abschlusstraining am Freitag macht er dann schon mit den Gattendorfer Mannschaftskollegen mit.

Kapitän Norbert Schalling, der punkto Einsatz und Anstrengungsbereitschaft als absolutes Vorbild gilt, rettete sich trotz eines Bandscheibenvorfalls über den Herbst. Diese Verletzung hat er demnächst auskuriert, er will wieder voll angreifen. Auch Abwehrspieler Roman Tarek ist nach seinen Wehwehchen wieder voll fit.

Momentan absolvieren die Kicker Heimläufe. Kontrolle gibt es keine, Bader verlässt sich auf die Selbstverantwortung. „Ich laufe da keinem hinterher“, so der Trainer. Sein Vorbereitungsplan ist auf den Tag X ausgerichtet, ebenso sind Testpartien ausgemacht worden. Er hofft, dass am 25. Jänner mit Trainings in Gruppen gestartet werden kann. „Obwohl ich von dem ganzen Abstandstohuwabohu nicht viel halte“, erläutert Bader. „Gefährlich kann es eigentlich nur in der Kabine sein, aber das Problem kann man lösen. Man muss eben sehr flexibel sein. Das werden wir hinkriegen.“ Ihm geht es vor allem darum, dass die Jungen ihre Lieblingssportart wieder ausüben können. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir nur die drei ausstehenden Runden absolvieren könnten.“

„Obwohl ich von dem ganzen Abstandstohuwabohu nicht viel halte“, erläutert Bader. „Gefährlich kann es eigentlich nur in der Kabine sein, aber das Problem kann man lösen. Man muss eben sehr flexibel sein. Das werden wir hinkriegen.“ Ihm geht es vor allem darum, dass die Jungen ihre Lieblingssportart wieder ausüben können. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir nur die drei ausstehenden Runden absolvieren könnten.“