Zwei Siege und eine Hiobsbotschaft für Neusiedl. Dem UTTC Neusiedl ist nach den beiden Siegen am Wochenende der Platz im Play-off kaum mehr wegzuschnappen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 22. Januar 2021 (01:23)
Abschied. Michael Seper verlässt mit Saisonende den UTTC Neusiedl.
BVZ

Für den UTTC Neusiedl läuft es derzeit wie am Schnürchen: Siege am laufenden Band, ausstehend sind drei Runden vor Schluss nur noch Matches gegen schwächere Gegner — zumindest auf dem Papier. Am Wochenende ging es für die Neusiedler gegen Baden und gegen Kapfenberg. Die Niederösterreicher erwiesen sich dabei trotz der schlechten Tabellenplatzierungen als harter Gegner. Mit ihren besten Spielern, darunter ein überragend aufspielender Iraner, machten die Badener ordentlich Druck auf den UTTC.

Die Nummer eins der Gegner, Amirreza Abbasi, entschied dabei alle drei Matches für sich, doch Neusiedl blieb dran. Erst im Doppel fiel schließlich die Entscheidung zu Gunsten der Burgenländer, die sich denkbar knapp mit 6:4 durchsetzten. „Am Samstag war es aber wie erwartet eine klare Partie“, schildert Gabriele Enz, Vorstandsmitglied des UTTC Neusiedl. Beim 6:1 gegen Kapfenberg ließen die heimischen Tischtennis-Asse nichts anbrennen. Michael Seper, Phillip Enz und Krisztian Szabo rücken so dem Einzug ins Play-off immer näher. Um doch noch zu scheitern, müsste in den kommenden Runden wirklich alles schief laufen.

Seper verlässt den UTTC Neusiedl

Ein Vorteil ist dabei auch die Auslosung. „Wels wird uns sicher in den Nachtragsrunden überholen, die anderen Verfolger werden es aber schwer haben“, schätzt Enz: „Wir spielen nur noch gegen schlechter platzierte Teams, die Konkurrenz hat noch schwere Matches vor sich.“

Doch es ziehen auch dunkle Wolken beim UTTC Neusiedl auf: Stammspieler Michael Seper verlässt kommende Saison seine sportliche Heimat. „Michael hat einen Trainingspartner, der in Niederösterreich spielt. Sein Team (Anm.: Pottenbrunn) will heuer in die 2. Bundesliga aufsteigen“, schildert Enz mit traurigem Unterton. Sie muss nun nach einem dritten Spieler für ihre Bundesliga-Truppe suchen.

Seper läuft dabei allerdings Gefahr, nächstes Jahr statt in der zweithöchsten Spielklasse nur in der niederösterreichischen Landesliga zu spielen: In den Aufstiegskampf dürfen alle neun Bundesländer ein Team schicken. Verliert Pottenbrunn dort, wird der Wechsel für Seper zum Abstieg.