Es herrscht Unverständnis über neue Wechsel-Regel. Die neue Regelung fünf Spielerwechsel durchführen zu können, wirft nach den ersten Pflichtspielen im BFV-Cup Fragen auf.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 16. August 2020 (02:02)
Lazi Poor, Spielertrainer in Tschurndorf.
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Die verantwortlichen Trainer dürfen zukünftig nicht wie in der Vergangenheit drei Spielerwechsel durchführen, sondern in Summe fünf neue Kräfte in das Spiel bringen. Allerdings sind dafür auch maximal drei Wechselperioden verwendbar.

Zugrunde gelegen ist diesem Gedanken, dass die Spieler durch die Corona-Pause Trainingsrückstand haben und die Verletzungsgefahr dadurch gemindert werden kann. Auf den Online-Spielbericht kann man neben den elf Spielern in der Startformation bis dato auch fünf Auswechselspieler anführen. In der Regel sind es vier Feldspieler und ein Ersatztormann. Wenn die Trainer also die Möglichkeit nutzen wollen, vorausgesetzt der Verein verfügt über einen entsprechend breiten Kader, die erlaubten fünf neuen Kräfte im Laufe des Spieles zu bringen, dann müsste man das Risiko eingehen und den Ersatztormann weglassen. Natürlich auf die Gefahr hin, dass man keinen hat, wenn sich der Einsergoalie verletzen sollte oder ausgeschlossen wird (Stichwort Torraub). Naheliegend für die Trainer war, dass es das Onlinesystem zulässt, zukünftig mehr als die fünf Ersatzspieler (ähnlich wie in der Bundesliga) aufstellen zu dürfen.

Dominik Gruber, Trainer des SC Wiesen.
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„Bei uns war es am Spieltag der Cuppartie so, dass ich einem Spieler absagen musste, obwohl ich ihm beim Abschlusstraining gesagt habe, dass er im Kader ist. Leider habe ich nicht entsprechend viele Spieler eintragen können“, machte Wiesen-Coach Dominik Gruber schon erste schlechte Erfahrungen. Auch Tschurndorf-Trainer Laszlo Poor würde gerne von der Möglichkeit Gebrauch machen, fünf Feldspieler und einen Tormann zu nominieren: „Natürlich könnte man dem einen oder anderen jungen Spieler jetzt mehr Spielzeit geben. Seitens des ÖFBs ist aber nicht angedacht, dass es zukünftig möglich sein soll mehr als die momentan erlaubten fünf Ersatzspieler zu nominieren.

„Es ist zurzeit möglich, fünf neue Kräfte zu bringen. Wie das jeder Verein für sich handhabt, ist jedem selbst überlassen. Möglicherweise wird in der kommenden Saison 2021/2022 auch wieder die alte Regel in Kraft treten. Es ist seitens des Österreichischen Fußballverbandes nicht vorgesehen, dass mehr als die fünf Ersatzspieler nominiert werden dürfen“, so Heinz Lautischer vom Burgenländischen Fußballverband.