Vorne punktete nur der Leader voll. Antau gewann in Wiesen mit 3:2 und bleibt Erster. Die Verfolger aus Dörfl und Unterpullendorf ließen Punkte liegen.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 08. Oktober 2020 (01:23)
Beinahe gestoppt. Michael Gold (r.) und seine Antauer hatten in Wiesen einen richtig zähen Kontrahenten gegenüber. Letztendlich setzte sich der Tabellenführer aber knapp mit 3:2 durch.
Martin Ivansich

Die Hausherren starteten quasi mit einem 0:1: Nach knapp 50 Sekunden verlor Dominik Sagartz den Ball und Alexander Rojatz nutzte die Gelegenheit für die blitzschnelle Führung der Gäste. „Wir sind aber sehr gut zurückgekommen und konnten durch einen Foulelfmeter ausgleichen“, so Wiesen-Coach Dominik Gruber, der mit der Einstellung seiner Spieler sehr zufrieden war, „leider hat es knapp nicht gereicht, doch die Chancen waren auf alle Fälle vorhanden.“ Die Wiesener verschossen beim Stand von 2:3 in der Endphase auch noch einen Elfmeter. Benjamin Feurer ließ diese Chance aus. Antau-Trainer Viktor Hanak war nach diesem Arbeitssieg sehr stolz auf seine Truppe: „In Wiesen ist es immer schwer. Letztendlich hat aber die Mannschaft mit mehr Spielanteilen und mehr Torchancen gewonnen. Der Gegner spielte oft mit langen Bällen und spekulierte dann auf den ‚zweiten Ball‘ das ist immer schwer.“

MANNERSDORF – DÖRFL 3:1

Auf tiefem Terrain war die heimische Mannschaft über die gesamte Spielzeit das bessere Team. Dörfl, zuletzt taktisch sehr diszipliniert, wirkte diesmal ein wenig zaghaft und unentschlossen. Auf diese Art entstand auch die Führung durch Marton Czimber in Minute 26: Die Gäste vertendelten einen sicher scheinenden Ball und Mannersdorfs zentraler Mittelfeldmann ließ sich nicht zweimal bitten. Zwar gelang Dörfls Abwehrchef Peter Toth per sehenswertem Freistoß unmittelbar nach der Pause der Ausgleich, doch nur wenige Minuten darauf, sorgte Manuel Supper wieder für klarere Verhältnisse. Nachdem Dörfl mit Fortdauer des Spieles ein wenig offensiver wurde, ergaben sich mehr und mehr Möglichkeiten für die Gastgeber. „Es hätte deutlich höher ausfallen können“, so Mannersdorfs Sportlicher Leiter Ralph Supper. Dörfls Wolfgang Weber war mit der Mannschaftsleistung nicht ganz zufrieden: „Meistens spielt man halt so wie man trainiert und die Trainingsleistung war vor allem im Abschlusstraining nicht ganz in Ordnung.“

RAIDING – DEUTSCHKREUTZ/ UNTRFRAUENHAID II 1:1

Ein doch eher überraschendes Ergebnis, da die Heimischen eine Woche vorher in Sankt Martin schließlich überzeugt haben. Das Spiel lief ohne sehr viele Chancen ab, wobei die Heimischen vor der Pause mehr vom Spiel hatten. Mit dem 0:1 stellten die Gäste dann ihr Spielsystem von 4-2-3-1 auf 3-5-2 um und danach lief es auch deutlich besser. Raiding war immer wieder auch durch Standardsituationen gefährlich. Diese versuchten sie möglichst direkt auf das Tor der Gäste zu bringen, was auch seinen Grund hatte: Bei Deutschkreutz/Unterfrauenhaid waren alle verfügbaren Tormänner entweder aus beruflichen Gründen oder aufgrund von Verletzungen außer Gefecht, so musste Kapitän Michael Kautz vom Start weg zwischen die Pfosten. Als sich auch Kautz nach 33 Minuten verletzte, versuchte sich Bruder Andreas mit Handschuhen. „Beide machten ihre Sache ausgezeichnet. Natürlich haben sie als gelernte Feldspieler viele Bälle eher mit den Füßen geklärt, aber es war eine tadellose Leistung der beiden“, resümierte Mitspieler Michael Dorner nach dem Spiel.

HIRM – SANKT MARTIN 4:0

Auch wenn es vor der Pause nicht ganz so ausgesehen hatte, wurde es schließlich doch eine sehr klare Angelegenheit für die Gastgeber. „Vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste sogar eine dicke Chance bei null zu null. Nach der Pause haben wir aber dann sehr gut gespielt“, analysierte Torschütze Marco Lohr, der noch bei zwei weiteren Treffern der Hirmer beteiligt war. Sankt Martin-Trainer Zsolt Nagy trauerte natürlich der Topchance und der dadurch verpassten Führung vor der Pause nach, aber sprach von einem verdienten Sieg der Gastgeber: „Sie sind eine spielerisch gute Mannschaft, auch wenn wir diesmal ganz schwach waren. Ich glaube es war die schlechteste Leistung seit ich in Sankt Martin Fußball spiele.“

SIEGGRABEN – UNTERPULLENDORF 2:2

Die Gastgeber traten im Spiel der Runde noch ersatzgeschwächter an als eigentlich erwartet. Neben dem Spielertrainer des UFC Sieggraben, Philipp Schordje, fehlte auch Spielmacher Raffael Mitterhöfer. „Wir sind zwar in Führung gegangen, aber zu diesem Zeitpunkt, waren die Gäste besser im Spiel als wir. Ich hatte es auch in etwa so erwartet, weil ich glaube, dass Unterpullendorf die spielstärkste Mannschaft in der Klasse ist. Aus drei Torschüssen, die jede Mannschaft vor der Pause hatte, machten die Gäste eben zwei Tore und wir leider nur eines“, analysierte Sieggrabens Philipp Schordje die erste Halbzeit. Nach der Pause kamen die Heimischen besser ins Spiel und trauerten sich auch zwei nicht gegebenen Elfmetern nach. Die Entstehung des Ausgleichstreffers für Sieggraben war für viele Zuschauer und auch für Schordje äußerst kurios: „Nach einem Foul, dass zirka vier Meter im Strafraum war, legte der Schiedsrichter auf die Strafraumgrenze und wir bekamen einen Freistoß zugesprochen. Ich bin froh, dass David Wagner aus dieser Standardsituation dann trotzdem das Tor gemacht hat.“

Unterpullendorf-Boss Wolfgang Steirer sah den Spielverlauf diesmal fast als Nebensächlichkeit an: „Es waren leider seitens der Gegner und auch der Zuschauer einige Unsportlichkeiten zuviel im Spiel, wobei ‚Unsportlichkeiten‘ noch sehr kulant ausgedrückt ist. Das Remis entspricht in etwa dem Spielverlauf, wobei ein Kombinationsspiel auf diesem Platz, der nach dem Reservespiel und den Niederschlägen schwerst beschädigt war, nicht möglich gewesen ist.“