Forchtensteins Obmann nach Trainer-Aus: „Wir sind auf der Suche“

Erstellt am 17. September 2022 | 02:54
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Forchtensteins nunmehriger Ex-Coach Andi Feurer wird sich neu orientieren. Auch der 2. Liga-Klub sieht sich aufgrund des Rücktritts nach einer Lösung um.
Foto: Martin Ivansich
Forchtenstein-Trainer Andreas Feurer saß auswärts gegen Lockenhaus noch auf der Bank, kündigte aber bereits seinen Rücktritt an. Dieser ist nun erfolgt, der Verein hat die Fühler nach einem Nachfolger ausgestreckt.

„Da bin ich einmal im Jahr im Urlaub und dann drehen sie mir alles um“, nimmt Forchtensteins Obmann Gerhard Leitner – in der Vorwoche eben urlaubend – den Rücktritt von Coach Andi Feurer mit ein paar Tagen Abstand schmunzelnd, aber klarerweise ernüchtert zur Kenntnis. Im Vorfeld der Freitags-Partie in Lockenhaus (0:3) kündigte der 40-Jährige intern an, dass er unabhängig des Ergebnisses zurücktreten werde.

„Am Samstag habe ich die Mannschaft informiert, am Montag habe ich mich dann offiziell bei den Spielern verabschiedet. Das ist mir dann schon sehr nah gegangen.“

„Am Samstag habe ich die Mannschaft informiert, am Montag habe ich mich dann offiziell bei den Spielern verabschiedet. Das ist mir dann schon sehr nah gegangen. Der Charakter der Mannschaft ist super – und einen guten Zeitpunkt für so einen Schritt gibt es sowieso nicht. Aber es musste eine Veränderung her“, berichtet der nunmehrige Ex-Coach. Nach dreieinhalb Jahren Herzblut für seinen Verein stellte Feurer eine gewisse Leere fest, die sich aufgebaut hatte. Klar, dass auch die sportliche Bilanz mit nur acht Punkten aus acht Spielen da mitspielte. „Ich will mich in den Spiegel schauen können – und ich bin kein Sesselkleber. Aber die Entscheidung hat sich aufgebaut, auch wenn sie überhaupt nicht leicht war.“ Denn es habe an sich alles gepasst, das bestätigt auch Obmann Leitner: „Von uns aus hätte Andi natürlich weitermachen können, wir müssen die Entscheidung aber respektieren und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.“

„Wir sind bereits auf der Suche nach einem Nachfolger und wollen möglichst zeitnah eine Lösung finden, denn es sind im Herbst schon noch einige Runden zu spielen.“

Wie der 2. Liga-Klub nun die Trainerbank besetzen wird, ist noch nicht ganz klar. Forchtensteins Vereinsboss sagt: „Wir sind bereits auf der Suche nach einem Nachfolger und wollen möglichst zeitnah eine Lösung finden, denn es sind im Herbst schon noch einige Runden zu spielen. Andererseits wollen wir in Ruhe sondieren und nicht gleich den Erstbesten fixieren. Da ist mir lieber, noch einmal über alles drüber zu schlafen, bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist.“ Gut möglich also, dass die Mannschaft bis dahin interimistisch von Feurers „Co“ und Reserve-Trainer Robert Horvath betreut wird. Schließlich kennt der Routinier den Betrieb bestens.

Beim Anforderungsprofil, wer denn Andreas Feurer langfristig beerben könnte, will Leitner übrigens wieder einen eher jüngeren Coach verpflichten. „Der den eingeschlagenen Weg von ihm auch weitergeht. Schließlich hat Andi hier sehr gute Arbeit geleistet.“