Erstellt am 28. Februar 2018, 08:56

von Michael Heger und Dominik Schneidhofer

Oberpetersdorf/Schwarzenbach: Degeorgi übernimmt. Leader Oberpetersdorf/Schwarzenbach hat einen neuen Trainer nach dem Abgang von Kurt Jusits verpflichtet: Josef Degeorgi.

Neues Gesicht bei der FSG: Josef Degeorgi soll Oberpetersdorf/ Schwarzenbach nach oben führen.  |  BVZ

Es war ein Paukenschlag in der vergangenen Woche. Kurt Jusits, der den Aufsteiger FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach erst im Sommer übernommen hatte und gleich zum Herbstmeister führte, legte kurz nach dem Trainingslager in Kapfenberg völlig überraschend sein Amt nieder.

„Einige im Verein haben eine andere Auffassung vom Fußball als ich. Es gibt für alles eine Ausrede, alles wird geduldet“, gab der scheidende Trainer zu Protokoll. Das Fass endgültig zum Überlaufen brachte ein Vorfall im Trainingslager in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

Jusits: „Ich habe gerade die Trainingseinheiten geplant, als zwei Taxis um halb eins vorgefahren sind. Die Spieler sind erst am frühen Morgen wiedergekommen.“ Zu viel für den auf Disziplin Wert legenden Coach. Nur einen Tag nach dem Rücktritt gab der Wiener Stadtligist Ostbahn XI bekannt, dass Jusits die Wiener im Frühjahr betreuen wird. In der Woche seit dem Rücktritt von Jusits rauchten die Köpfe, stand die Suche nach einem Nachfolger im Fokus.

Ziel ist längerfristiges Trainer-Engagement

Am späten Montagabend konnte Präsident Anton Reisner dann auch Vollzug melden. Josef Degeorgi übernimmt ab sofort. Reisner: „Wir konnten die letzten Details klären und uns mit Josef Degeorgi einigen. Er wird schon beim Testspiel gegen Weppersdorf (Anm.: heute, Mittwoch) anwesend sein und am Freitag sein erstes Training leiten.“

Warum sich der Boss des Tabellenführers für den 58-jährigen Ex-Austrianer (der vor einigen Jahren St. Margarethen und Klingenbach in der BVZ Burgenlandliga betreute) entschied? „Wir haben eine Persönlichkeit gesucht, die in der jetzigen Situation Ruhe reinbringen kann. Josef bringt sicherlich genug Erfahrung mit, um dies bewerkstelligen zu können.“ Aus beruflichen Gründen machte der Bad Vöslauer zuletzt drei Jahre Pause, nun möchte er aber wieder ins Trainergeschäft einsteigen. Und Reisner spricht auch das gemeinsame Ziel an: „Wir wollen den Meistertitel holen, haben eine starke und erfahrene Mannschaft, die das umsetzen kann. Die jetzige Vereinbarung gilt für das Frühjahr, aber eine längerfristige Zusammenarbeit ist angedacht.“

Dass der 2. Liga Mitte-Tabellenführer aufgrund der wetterbedingten kollektiven Absage der Auftaktrunde noch etwas mehr Zeit zur Vorbereitung erhält, sieht Reisner positiv: „Das hilft uns schon, denn wir müssen jetzt Ruhe reinbringen.“