Toni Drabeck: "Ist-Zustand ist eine Katastrophe“. Toni Drabeck, Trainer des ASK Raiding, spricht über die Unterbrechung der aktuellen Saison. Er sieht die aktuelle Lage speziell für die jungen Kicker als problematisch an.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Januar 2021 (00:34)
Heger

BVZ: Der ASK Raiding ist derzeit Siebenter der 2. Klasse Mitte. Wie sehr schmerzt der neuerliche Abbruch?

Toni Drabeck: Ich denke, dass der Ist-Zustand für die jungen Burschen eine Katastrophe ist. Eigentlich sehe ich das auch mittlerweile nicht mehr ganz ein, dass man mit jungen, gesunden Menschen im Freien nicht Sport machen darf. Natürlich würden wir uns daran halten, dass wir keine Kabine benutzen und alles, was dazu gehört. Aber für so junge Sportler sind diese Maßnahmen schwerwiegend und es ist auch zu befürchten, dass der eine oder andere dem Sport vielleicht ganz verloren geht.

Wie problematisch ist die derzeitige Situation für den gesamten Verein aus wirtschaftlicher Sicht?

Drabeck: Natürlich kenne ich die Zahlen nicht. Aber ich weiß von der Vereinsleitung, dass die entgangenen Einnahmen natürlich ein ordentliches Loch gerissen haben. Es liegt auf der Hand, dass wir uns zukünftig ordentlich nach der Decke strecken müssen. Da wird man in der nächsten Zeit ziemlich „auf Kante“ wirtschaften müssen.

Was passiert beim ASK Raiding? Welche Arbeiten können/dürfen erledigt werden?

Drabeck: Obmann Christian Zimmer hat in den vergangenen Wochen die Platzpflege vorangetrieben, weil es das Wetter zugelassen hat. Der Fünf-Meter-Raum ist mittlerweile genauso in einem Top-Zustand wie der Rest des Spielfeldes. Außerdem haben wir im Zuge eines Ausschreibens eine digitale Taktiktafel gewonnen, die jetzt in der Kabine steht und die sehr hilfreich sein wird.

Wird schon im Kader für das Frühjahr gebastelt, beziehungsweise wird es Änderungen geben?

Drabeck: Ja, wir sind bereits am Planen. Allerdings sieht es im Moment eben so aus, dass wir uns aufgrund der Regierungsmaßnahmen wirtschaftlich nicht großartig „bewegen“ können. Allerdings sind wir mit zwei, drei Spielern in Kontakt, die sehr wahrscheinlich ab Sommer für den ASK Raiding auflaufen könnten. Ab Sommer steht dann doch am Plan, dass wir uns höhere Ziele setzen wollen und dass wir letztlich ganz vorne mitspielen werden.

Wie sehen die sportlichen Ziele für das Frühjahr, also für die – hoffentlich mögliche – Wiederaufnahme der Meisterschaft aus?

Drabeck: Das Ziel muss heißen, dass wir so rasch wie möglich gemeinsam trainieren, dann diese Zeit bestmöglich nutzen und uns in taktischer Hinsicht rasch wieder als Mannschaft „finden“. Ich hoffe doch, dass eine Verbesserung des Tabellenrangs um zwei oder sogar drei Plätze für meine Burschen möglich ist, aber bis dahin müssen wir noch abwarten.

Interview: Alfred Wagentristl