Deutschkreutz-Rückkehrer überraschte als Goalgetter

Erstellt am 22. November 2022 | 02:54
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Im Herbst traf Szaffich nach seiner Rückkehr nach Deutschkreutz gleich 15 Mal.
Foto: BVZ
Nach einem halben Jahr in Draßburg kehrte Tobias Szaffich zum FC Deutschkreutz zurück und schlug in der Hinrunde gleich voll ein.

Mit 15 Hinrunden-Volltreffern liegt Deutschkreutz-Offensivspieler Tobias Szaffich in der Burgenlandliga-Torjägerliste nur zwei Tore hinter Oberwart-Paradestürmer Thomas Herrklotz auf Platz zwei. Das war immer Sommer so nicht zu erwarten, nicht einmal von ihm selbst.

Dabei standen die Vorzeichen bei seiner Rückkehr zum FCD im vergangenen Sommer - nach einem halben Jahr bei Regionalligist ASV Draßburg - gar nicht so gut. „Ich war im Frühjahr öfters krank, war im Sommer so richtig kaputt“, erklärte Szaffich seinen körperlichen Zustand zu Beginn der Saison. So kam es auch, dass er in den ersten Saisonspielen öfters früher vom Platz musste: „Ich war körperlich einfach nicht fit genug für 90 Minuten.“

„Wir hatten uns als Team mehr vorgenommen“

Die Hinrunde, Deutschkreutz beendete die Punktejagd als Achter mit 24 Zählern (hat aber einen Respektabstand von sieben Punkten auf Platz neun), sieht Szaffich eher zweigeteilt: „Wir haben uns sicher mehr vorgenommen. Es gab viele Auf und Abs. Gegen die Top-Teams der Liga standen wir oft auf verlorenem Posten, da müssen wir uns steigern. Dagegen gab es gegen die anderen Teams oft auch hohe Erfolge. Eigentlich spiegelt das unsere Tabellen-Position sehr gut wider.“

Auch die relativ große Zahl an Verletzungen und somit Ausfällen trug das Ihre zur wechselhaften Hinrunde der Elf von Trainer Mario Pürrer bei. So kam Szaffich neben seiner angestammten Position im offensiven Mittelfeld eigentlich öfter als Sturmspitze zum Einsatz, gegen Ritzing musste er aufgrund von Verletzungen und Sperren über eine Stunde lang als defensiver Mittelfeldspieler aushelfen. Nach einer guten Stunde musste in diesem Spiel Julian Salamon vom Feld, fiel für den Rest der Hinrunde aus, somit war der eigentliche „Zehner“ Szaffich an vorderster Front „gesetzt“.

Auch dieser „Rollentausch“ an die vorderste Front brachte es mit sich, dass Szaffich mit 15 Volltreffern zum absoluten Goalgetter avancierte, so eine Quote hatte er noch nie. „Eigentlich wurde ich dafür gar nicht verpflichtet, wäre es meine Aufgabe, die Stürmer mit Assists zu versorgen“, lacht Szaffich, der das Karriereende von Knipser Michael Pittnauer fast im Alleingang auffing. An sich wurde ja Ex-Bundesliga-Profi Julian Salamon für diese Position verpflichtet. Dieser kam aber – auch aufgrund von Verletzungen – bisher nicht über sechs Saisontore hinaus. Szaffich fühlt sich also pudelwohl zurück in Deutschkreutz, mit seiner persönlichen Hinrunde zeigt er sich naturgemäß zufrieden: „Es wurde körperlich im Laufe der Hinrunde immer besser. Am Ende habe ich zwar schon das eine oder andere Körperteil gespürt, aber bei unserem engen Kader mit den vielen Ausfällen muss man manchmal auf die Zähne beißen. Die Pause tut jetzt auf jeden Fall gut.“ Für das Frühjahr sieht Szaffich noch Entwicklungspotenzial in der Mannschaft, diese soll ja auch, gerade auf den offensiven Außenbahnen, noch verstärkt werden.

Das halbe Jahr in der Ostliga (in dem er auf immerhin vier Treffer kam) bewertet Szaffich, trotz einer durchwachsenen Halbsaison mit Draßburg und den bereits angesprochenen Krankheiten, durchaus positiv. „Es hat mich schon weiter gebracht, denn in der Regionalliga geht alles schon noch einmal schneller. Diese Erfahrungen kann ich jetzt in der Burgenlandliga gut einsetzen.“