W.O.D.O.: „Rasto“ warf sich bis ins Semifinale vor. Der Oberpullendorfer scheiterte erst im Semifinale an Andy Aspinall, der im Finale auf Chris Dobey trifft.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 30. November 2020 (01:12)
In der Warteschleife. Da Live-Turniere abseits der PDC aktuell nicht stattfinden, muss sich Michael „Rasto“ Rasztovits mit Online-Events matchfit halten.
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Über ein halbes Jahr lang musste Michael Rasztovits gegen zahlreiche Gegner antreten, ehe der Oberpullendorfer im Semifinale der W.O.D.O. (Anm.: World Online Darts Organisation) Champions League angekommen war. „Das war ein wirklich langes Turnier“, schmunzelt der ehemalige Teilnehmer an den PDC-Weltmeisterschaften. Rasztovits gewann eine der acht weltweit nach Regionen eingeteilten Vorrundengruppen mit 13 Gegnern souverän und qualifizierte sich damit für die Finalphase der besten 64 Spieler. Dort ließ er weitere vier Siege folgen, ehe er am vergangenen Sonntag dem Schotten Andy Aspinall im Kampf um das Final-Ticket gegenüberstand. Immerhin ging es um ein Spiel gegen Chris „Hollywood“ Dobey, der aktuell in der PDC-Rangliste auf Rang 19 liegt. Es sollte für den Mittelburgenländer aber nicht zum großen Finale reichen. Aspinall siegte in einer Begegnung, die von Verbindungs-Unterbrechungen gezeichnet war, mit 10:7. „Insgesamt mussten wir dreimal unterbrechen. Daraus resultierte ein Hänger bei mir, aus dem ich nicht mehr rauskam“, meinte Rasto nach dem Ausscheiden.

Das allerdings nicht so tragisch war, denn die Ausflüge zum Online-Dart sind für Michael Rasztovits nur willkommene Abwechslungen zum Trainingsalltag. Denn auf Turnierreisen muss aktuell verzichtet werden. „Wir wissen gar nicht, wann es auf der Tour weitergeht“, so der Oberpullendorfer. Zuletzt wurde die Qualifikation für die PDC-WM in London, die Ende November stattfinden sollte, abgesagt. „Das tut schon ein bisschen weh. In anderen Ländern wurde schon früher gespielt. Wir haben so gar keine Chance auf eine Teilnahme.“ Daher muss sich Rasto weiterhin mit Online-Turnieren begnügen.