Philipp Schordje: „Geht nicht spurlos an uns vorbei“. Der UFC Sieggraben steht in dieser Saison aktuell auf Platz drei der 2. Klasse Mitte, hat das Ziel Aufstieg noch nicht aus den Augen verloren und will, sofern es im Frühjahr mit einem Play-off weitergeht, auch voll angreifen. Spielertrainer Philipp Schordje plauderte mit der BVZ über die hochgesteckten Ziele und das schwierige Corona-Jahr.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 07. Dezember 2020 (02:12)
Philipp Schordje will mit seinen Sieggrabern in der aktuellen Saison noch ein Wort um den Aufstieg mitreden.
Ivansich

BVZ: Der UFC Sieggraben ist derzeit Dritter der 2. Klasse Mitte. Wie sehr schmerzt der neuerliche Abbruch?

Philipp Schordje: Es ist schon schmerzhaft, weil wir im Herbst sehr gut unterwegs waren. Im Vergleich: Vor zwei Jahren hatten wir nach 26 Spielen ganze 16 Punkte am Konto. In der jetzt abgebrochenen Saison hatten wir nach neun Spielen bereits 14 Punkte erreicht. Unsere Formkurve zeigte auch deutlich nach oben. Insofern tut es uns natürlich leid. Dazu gehe ich fest davon aus, dass die allermeisten Corona-Maßnahmen absolut unverhältnismäßig waren. So gesehen tut das Ganze natürlich noch mehr weh.

Wie problematisch ist die derzeitige Situation für den gesamten Verein aus wirtschaftlicher Sicht?

Schordje: Natürlich geht das auch am UFC Sieggraben nicht spurlos vorüber. Aber unsere Funktionäre, allen voran Martin Fischer, haben dafür gesorgt, dass alles sehr reibungslos über die Bühne gegangen ist. Natürlich auch mit Hilfe aller Spieler, die hier sehr vernünftig mit der Situation umgegangen sind. Dazu kommt, dass wir vor dem Abbruch auf eigener Anlage noch das Derby gegen den ASK Tschurndorf mit Zuschauern bestreiten durften und wir unser Hobbyturnier plus den Kirtag mit entsprechendem Hygienekonzept durchziehen durften. Unterm Strich denke ich, dass es andere Vereine hier leider deutlich mehr treffen wird.

Was passiert beim UFC Sieggraben? Welche Arbeiten können/dürfen erledigt werden?

Schordje: Bei uns ist im Frühjahr eine Rasensanierung geplant. Da wird vertikutiert, belüftet und gedüngt. Infrastrukturell wird nicht viel passieren, weil da der Vereinsvorstand und Helfer in den vergangenen beiden Jahre fleißig waren. Zum Beispiel wurden die Duschen saniert und an der Fassade gearbeitet.

Wird schon im Kader für das Frühjahr gebastelt, beziehungsweise wird es Änderungen geben?

Schordje: Ja, wir sind bereits am Planen. Den beruflich verhinderten René Leitner werden wir im Frühjahr leider ersetzen müssen, was auch passieren wird. Zusätzlich soll eventuell noch ein Offensivspieler geholt werden.

Wie sehen die sportlichen Ziele für das Frühjahr, also für die – hoffentlich mögliche – Wiederaufnahme der Meisterschaft aus?

Schordje: Momentan ist natürlich vieles im Ungewissen. Wir wissen nicht, ob wir das geplante Play-off spielen können oder ob es der Terminkalender vielleicht doch nicht zulassen wird. Vor der Saison nahmen wir uns einen Platz unter den Top-Vier vor. Allerdings denke ich, wenn alle unsere Spieler fit bleiben, dann können wir es auch schaffen, letztlich auf einem der beiden Aufstiegsplätze zu landen.