Jürgen Hütter: „Bei Schalke-Trikot gibt's einen Streik“. Der Kaltenbrunner Kapitän Jürgen Hütter sprach mit der BVZ über die Hinrunde und Jochen Hafner als Spielertrainer.

Von David Marousek. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)
Im Zwiespalt. In Kaltenbrunn muss Jürgen Hütter blau-weiß tragen, was er in seiner sonstigen Freizeit nur selten macht. „Hütti“ ist nämlich glühender Fan der schwarzgelben Borussia aus Dortmund – nicht wie sein neuer „Chef“.
BVZ

Vor einem Jahr kehrte das Deutsch Kaltenbrunner Urgestein Jürgen Hütter nach einem kurzen Intermezzo in Kukmirn wieder zu seinem Heimatklub zurück. Beim damals doch überraschenden Wechsel nach Kukmirn erklärte Hütter, „den Spaß am Fußball“ verloren zu haben. Nach einem halben Jahr gab es dann doch wieder die Rückkehr. „Meine Freunde waren noch alle beim Verein und auch die Nähe zum Sportplatz war für mich super“, erklärte der Spielgestalter. 

In der heurigen Saison steht der 2. Liga-Absteiger nur auf dem neunten Tabellenplatz, eindeutig zu wenig für die großen Ambitionen des Vereins. „Es lag, glaube ich, etwas an der starren Dreierkette, die wir auch nie so wirklich trainiert haben. Mit dem klassischen 4-4-2-System lief es dann gleich besser und auch die Stimmung ist jetzt viel positiver“, so der Kapitän. Sein guter Freund Jochen Hafner, mit dem er schon viele Jahre gemeinsam auf dem Rasen stand, übernimmt nun die Cheftrainerposition beim Traditionsverein. Probleme sieht Hütter dabei nicht: „Es war auch mein Anliegen, dass Jochen es macht.“ 

Nur ein heftiges Problem könnte den Trainingsbetrieb stören. Während Jürgen Hütter Fan der Borussia aus Dortmund ist, hält Spielertrainer Jochen Hafner zu den Schalker „Knappen“. „Solange er beim Training kein Schalke-Trikot anzieht, ist alles in Ordnung. Sonst gibt es einen Streik“, scherzte Hütter, der mit dem SVDK am 27. Jänner in die Vorbereitung für die Rückrunde starten wird.