Kemeten mit Dreierkette zum vollen Erfolg

Kemeten baut als derzeit einziges Team der ganzen 1. Klasse noch auf eine Dreierreihe – der Erfolg gibt ihnen Recht.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 25. September 2021 | 02:20
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Kemeter Jubeltraube. Offensiv-Allrounder Philip Mayer (l.) und Doppel-Torschütze Stjepan Kokot (Nummer 15) bejubeln nicht nur den Auswärtssieg in Neuhaus, sondern die generelle SCK-Lage.
Foto: Marousek

Altmodisch, einfach zu spielen, aber durchaus auch modern – der Dreierkette haften im modernen Fußball viele zum Teil gegensätzliche Adjektive an. Während in den letzten Jahren ein fußballerischer Ruck bis in die letzten Klassen hin zur Viererkette ging, baut sich aktuell, womöglich auch durch die letzte Europameisterschaft bedingt, ein kleiner Hype um die „altehrwürdige“ Dreierkette auf.

„Wir schwimmen auf einer Erfolgswelle“

Im 1. Klasse Süd-Treiben ist Kemeten-Trainer Ewald Bogendorfer ein Verfechter dieses Systems: „Wir spielen mit Dreierreihe, wobei wir in der Defensive in eine Fünferkette umschalten.“ Schon im letzten Jahr versuchte man sich daran – mit überschaubarem Erfolg. „Das ging einfach nicht. Wir haben in der vorletzten Klasse einfach nicht die Zeit, um neben dem normalen Training auch noch die Viererkette für unser laufintensives Spiel einzutrainieren“, erklärte Bogendorfer. Der Erfolg gibt dem Wahl-Neuberger recht: Mit 18 Punkten finden sich die Kemeter auf dem dritten Platz wieder. Mit 16 Gegentoren sind sie defensiv ungefähr im Mittelfeld der Klasse angesiedelt. „Wir schwimmen etwas auf der Erfolgswelle. Die 18 Punkte sind eine super Sache für uns. Das sind wir in der Form gar nicht so gewohnt“, freut sich der „Chef“.

Und das alles eigentlich ohne den im Sommer neu verpflichteten Abwehrchef Matija Kompara, der sich schon in Runde zwei gegen Großpetersdorf verletzte. „Er hat einen komplizierten Muskelfaserriss, frühestens in der nächsten Woche ist er wieder fit.“