Kemeten-Nachwuchs will sich aufdrängen. Der Verein will in dieser Saison versuchen, mehr Spieler aus der Ortschaft in die Kampfmannschaft zu integrieren.

Von David Marousek. Erstellt am 01. August 2020 (01:25)
Junge Garde des SC Kemeten. Obmann Ronald Goger, Philipp Goger, Simon Pieler, Trainer Ewald Bogendorfer, Mikaele Putz, David Stampfel und Nachwuchsleiter Gerald Halper haben einiges vor.
SC Kemeten

Bei doch einigen Vereinen aus dem Landessüden gab es in der durch Corona bedingten fußballfreien Zeit ein Umdenken. Statt teurer Legionäre wird vielerorts auf die einheimische Jugend gesetzt. Auch beim SC Kemeten sollen die „eigenen“ Spieler nun vermehrt im Fokus stehen. Einer davon, David Stampfel, zeigte schon im letzten Jahr groß auf. „Er ist schon Stammspieler und hat sich voll in die Mannschaft gekämpft. Für uns ist David mit seinen 17 Jahren schon ein ‚gestandender‘ Kicker“, lobte Trainer Ewald Bogendorfer seinen Innenverteidiger, der direkt aus der Gemeinde stammt.

„Lieber im Stamm spielen als Reserve“

Für das SCK-Talent gibt es eine einfache Erklärung, warum er in jungen Jahren schon zu einem der Fixpunkte des Vereins zählt: „Bei mir hat alles damit zu tun, dass ich mit 15 Jahren schon in der Reserve gespielt habe. Der Übergang in den Erwachsenenfußball hat gut geklappt. Durch Ausfälle habe ich dann, außer Tormann und Stürmer, fast alles gespielt.“

Große Wechselambitionen hegt David Stampfel derweil noch nicht, wobei gute Kicker natürlich immer gefragt sind: „Ich bin noch sehr jung und gehe gerade in die 4. Klasse der HTL in Pinkafeld. Es bringt mir jetzt mehr, im Stamm einer Ersten zu sein, als in einer höheren Liga nur Reserve zu kicken.“

Laut Trainer Ewald Bogendorfer hätte Stampfel „seine Chance genützt. Wir haben da jetzt einen super Spieler“. Das soll auch für die anderen Jungspunde, wie etwa Mikaele Putz, Philipp Goger und Simon Pieler möglich sein. „Die sind sehr talentiert, brauchen aber noch etwas Zeit. Wir werden die Jungs aufbauen“, so Jugend-Förderer Bogendorfer.