Mit 52 Jahren weiter Vollblut-Fußballer

Einst ein gefürchteter Stürmer bei Hartberg, hilft Janos Glemba mit 52 Jahren erneut beim SC Buchschachen aus.

Erstellt am 20. September 2021 | 02:36
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Einfach ein Top-Charakter. Der ehemalige Hartberg-Stürmer Janos Glemba in der Saison 1990/1991.
Foto: zVg/Janos Glemba

In der Hochphase zu einem Verein stehen kann jeder, doch wenn eine Mannschaft durch schwierige Zeiten geht, dann springen viele ab – nicht so Janos Glemba. Der 52-jährige Ex-Hartberger feierte mit „seinem“ SCB einige Erfolge und kann es fußballerisch immer noch nicht sein lassen. Mit mittlerweile 52 Jahren gehört der gebürtige Ungar wohl nicht einmal mehr in die Kategorie eines „Routiniers“.

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Auch ein Foto mit seinem ehemaligen Mitspieler und Arbeitskollegen Ludwig Tuba durfte nicht fehlen
BVZ

Für seine Buchschachener schnürte der ehemalige Top-Stürmer zuletzt wieder seine Packler. „Der SC Buchschachen liegt mir am Herzen, auch wenn ich seit einem Jahr nicht mehr gekickt habe, aber jetzt hat es mich wieder einmal gejuckt“, lachte der ewig jung gebliebene Glemba.

Kumpel überredeten ihn zum Comeback

Eigentlich war nach Anruf von Kumpel Christopher Kurtz nur ein Comeback in der Reserve angedacht, doch Trainer Ludwig Tuba überzeugte seinen langjährigen Freund davon, auch in der Kampfmannschaft auszuhelfen. „Ich habe zu ‚Wickerl‘ gesagt, dass ich spiele, weil er ein guter Freund ist“, so Glemba. SCB-Trainer Ludwig Tuba und Janos Glemba verbindet dabei sehr vieles, nicht nur die Liebe zum Fußball. „Wir haben 28 Jahre lang für die Stadtgemeinde Hartberg gearbeitet. Er dachte zuerst, mein Anruf sei ein Witz, doch dann habe ich ihm unsere Verletztensituation erklärt. Der Einsatz war für ihn nur Formsache“, dankte Tuba seinem ehemaligen Hartberg-Mitspieler.

„Ich hab mich richtig daheim gefühlt“

An der Derby-Niederlage gegen Loipersdorf-Kitzladen konnte er nach Einwechslung beim Stand von 0:3 zwar nichts mehr ändern, dennoch war es für Glemba ein tolles Gefühl wieder aufzulaufen: „Ich hab mich richtig daheim gefühlt.“ Dabei kam es auch zu einem kuriosen Aufeinandertreffen. „Auf der anderen Seite hat Jonathan Kölbl gespielt. Ihn habe ich damals beim Hartberger Fußballcamp trainiert und jetzt spielt er plötzlich gegen mich“, lacht Glemba. Die wievielte Saison er nun bereits im Einsatz ist, darüber wolle er gar nicht erst nachdenken. „Ich bin natürlich nicht mehr der Spieler von früher, aber wenn es wieder einmal passt, dann helfe ich in der Reserve gerne wieder aus“, so die Legende zur BVZ.

Jetzt Herr des Rasens beim TSV Hartberg

Auch nach seiner aktiven Fußballkarriere blieb Janos Glemba dem Fußball treu. Als Platzwart des Hartberger Bundesligisten sorgt er bei Heimspielen für ein optimales Grün.

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Janos Glemba als Platzwart des TSV Hartberg, der aktuell in der Bundesliga kickt.
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Deshalb kann er auch nur aushelfen, wenn der TSV auswärts spielt. Sein nächstes Ziel: „Vielleicht wieder einmal als Trainer im Südburgenland arbeiten. Mir hat es hier immer sehr, sehr gut gefallen.“