Raimund Radakovits: „Die Uhr beginnt jetzt zu ticken“. Der SV St. Michael schnuppert nach dem perfekten Start gegen Wiesfleck im Abstiegskampf wieder Morgenluft.

Von David Marousek. Erstellt am 20. März 2019 (01:58)
D. Fenz
Positive Zukunft? Raimund Radakovits und seine St. Michael-Elf schafften mit dem 3:1 über Wiesfleck den Anschluss.

Mit dem 3:1-Auftaktsieg gegen Wiesfleck schrieb der SV Sankt Michael zu Rückrundenbeginn gleich einmal einen Dreier an. Von der starken Vorbereitung der Wiesflecker zeigte sich Trainer Raimund Radakovits unbeeindruckt: „Die Uhr fängt jetzt mit der Meisterschaft zu ticken an.“ Auch wenn seine Elf früh in Rückstand geriet, nervös wurde der Cheftrainer des Traditionsvereins deshalb nicht. „Das hat mich nicht so gestört, es war für unser eher ein Weckruf. Aber über die gesamten 90 Minuten haben wir nicht gut gespielt“, erklärte der Übungsleiter, der vor einigen Jahren mit dem SV Güttenbach in die 2. Liga aufstieg.

Besonders freute sich Radakovits, dass seine Spieler alle konditionell fit sind, vor allem, weil es in der Vorbereitung viel Eigenverantwortung bedurfte. „Das Ausdauertraining verlief einzeln, da muss ich nicht aus Wien runterfahren, um ihnen dann beim Laufen zuzuschauen. Ich habe sowieso gesagt, dass ich in der ersten Woche sehe, wer was tut und wer nicht“, fasste Radakovits zusammen. Positiv stimmte den Ex-Eisenstadt-Kicker, dass sich seine Fußballer auch von selbst aus zum Kicken trafen und sich dabei gegenseitig motivierten. Probleme bereitete nur die dünne Personaldecke: „Zuletzt haben Schils und Dittrich gefehlt, Peischl und Ernst waren etwas kränklich.“

Mit den Neuzugängen war der Trainer ebenfalls zufrieden. „Hanzic ist sehr gut, er hat zwei Tore gemacht und holte die Rote Karte heraus. Stiplosek spielte auf der Sechser-Position gut und auch Zdvoc war sehr präsent. Die werden aber noch besser“, hatte Radakovits eine positive Vorahnung. Jetzt gilt es aber die Leistung in Strem zu bestätigen: „Die Stremer spielen auf ihrem kleinen Platz sicher sehr körperbetont, da wird spielerisch sicher wenig gehen.“ Doch der Fachmann wusste schon, auf was es ankommen werde: „Die Mannschaft, die die Zweikämpfe besser annimmt und diese dann auch noch erfolgreich bestreitet, holt den Sieg.“