Überraschende Wechsel in Tobaj und Strem. Die ASV Gemeinde Tobaj und Spielercoach Ramon Kulovits lösten ihre sportliche Liaison auf und auch beim UFC Strem sagte Aufstiegstrainer Werner Laky dem Verein Lebewohl.

Von David Marousek. Erstellt am 17. April 2019 (01:02)

Zwei eher unerwartete Veränderungen auf den Trainerbänken gab es am vergangenen Wochenende in der 1. Klasse Süd. Die ASV Gemeinde Tobaj trennte sich von Ramon Kulovits, während beim Aufsteiger aus Strem, Urgestein Werner Laky seine Ämter zurücklegte. Die Suche nach den Nachfolgern begann indes bereits.

Spirk: „Wir wollen jetzt sehr schnell Klarheit“

Bereits seit vergangenem Freitag ist Ramon Kulovits nicht mehr im Trainerteam des ASV Gemeinde Tobaj. „Es ging sich zeitlich bei ihm und seinem Beruf nicht mehr aus. In der schweren Phase konnte er nicht immer beim Training sein, wir führten dann ein sachliches Gespräch. Er hat uns auch angeboten, als Spieler erhalten zu bleiben und uns so zu helfen“, fasste der sportliche Leiter Lukas Spirk zusammen. Spirk habe auch schon zahlreiche Telefonate bezüglich eines neuen Trainers geführt, „auch produktive“, wie er verriet. Abgesagt hat dem Verein jedoch Sebastjan Vogrincic, der auch bei Ligakonkurrent Neuhaus schon an der Seitenlinie stand. Klarheit wollte Spirk am Sonntag gegenüber der BVZ auf jeden Fall zum ersten Training der Woche am Dienstag haben: „Beim Training wird ein neuer Mann an der Linie stehen“, so Spirk.

Anders die Situation beim UFC Strem. Dort legte Werner Laky, früher selbst Spieler bei den Stremern, sein Amt als Trainer von sich aus zurück. „Es passt momentan nicht, ich ziehe selbst die Konsequenzen. Ich habe es die letzten Jahre durchgezogen und wir haben gemeinsam einiges aufgebaut, aber es gibt gewisse Abnützungserscheinungen“, sagte Laky. Der Verein verstand sich immer darauf, aus wenigen Mitteln viel zu machen, doch die vielen Verletzungen brachten den Verein zuletzt an sein Limit. „Ich habe immer gesagt, dass wir unsere Kräfte bündeln und über das Kollektiv kommen müssen, aber das Kollektiv ist momentan nicht vorhanden. Es sind einige gute Charaktere dabei, aber manche sind nicht selbstkritisch genug. Wir müssen immer 20 Prozent mehr als die anderen geben“ führte der Ex-Coach aus. Die Trennung fiel ihm jedoch äußerst schwer, wie er verriet: „Ich hänge an den Spielern. Manche hatte ich im Nachwuchs, mit manchen habe ich sogar noch selbst zusammengespielt.“ Jetzt will sich Werner Laky erst einmal eine Ruhepause gönnen, um die Akkus aufzuladen, während man sich beim UFC dann vorstellen könnte, ihn wieder einzubauen. Obmann Bernhard Deutsch: „Er gehört einfach zu uns.“

Neuer Trainer wird indes Wolfgang Kienzl. Noch am Montagnachmittag erfolgte die Einigung mit dem gebürtigen Stremer, der zuletzt in St. Michael arbeitete. Deutsch dazu: „Er kennt die Mannschaft sehr gut. Das war uns wichtig.“ Schon am gestrigen Dienstag leitete Kienzl die erste Trainingseinheit.