Andreas Fixl: Ein Schritt für den Schritt. Andreas Fixl wechselte im Sommer vom ASK Kohfidisch nach Hannersdorf. Dort sollte er vor allem eines: Spielpraxis sammeln, um demnächst gestärkt zurückzukehren.

Von Kevin Hasler. Erstellt am 12. Dezember 2020 (01:44)

Die Hinrunde beim SV Hannersdorf verlief nahezu perfekt. Tabellenplatz zwei entsprechen den Vorstellungen des Traditionsvereins, der sich nicht nur das Ticket fürs Meister-Play-off sichern will, sondern auch eine gehörige Rolle um den Aufstieg in die 1. Klasse Süd mitsprechen möchte. Die Konkurrenz ist dabei nicht nur in der eigenen Liga groß. Sowohl die 2. Klasse Süd A, wie auch die Süd C haben Mannschaften, die sich mit dem SVH auf Augenhöhe oder gar leicht darüber bewegen. Und dennoch: Mit 18 Punkten nach acht Spielen steht man mehr als solide da und vor allem gegen Ende kam die Elf von Thomas Brenner in einen richtigen Flow – viele Erfolgserlebnisse inklusive. Ein wesentlicher Baustein der Hannersdorfer Mannschaft war Andreas Fixl, der im Sommer per Leihe vom Burgenlandligisten ASKÖ Kohfidisch den Schritt zurück in die 2. Klasse Süd B wagte. Das Kapitel sollte sich in weiterer Folge für beide Seiten als rentabel erweisen.

„Ich wollte unbedingt kontinuierlich auf Kampfmannschaftsniveau spielen. Diese Möglichkeit hat mir der SVH gegeben.“ Der 19-Jährige biss sich im Mittelfeldzentrum fest und kam in sieben von acht Meisterschaftsspielen zum Einsatz.

Neue Stabiltät wegen sportlicher Fähigkeiten

Durch seine Passsicherheit und seine technischen Fähigkeiten, verlieh der Rechtsfuß dem SVH neue Stabilität in der Defensive und bildete ein ideales Bindeglied zwischen Abwehrverbund und Offensive. „Die Intensität ist auch in der 2. Klasse hoch. Das Tempo ist allerdings nicht mit jenem der Burgenlandliga zu vergleichen.“

Die größten Unterschiede ortete der 19-Jährige allerdings im Training. Während Attila Banfalvi die Kohfidisch-Kicker drei bis viermal pro Woche auf den Trainingsplatz bittet, standen in Hannersdorf „nur“ zwei Einheiten auf dem Programm. Für Fixl verständlich. „Es ist natürlich klar, dass der Kader in Hannersdorf kleiner ist und dementsprechend auch nicht solche Trainings, wie in der Landesliga üblich, möglich sind.“

Sportliches Highlight? Cup-Duell mit Oberwart

Als besonderes Highlight bleibt dem Blondschopf der Cup-Fight im Sommer gegen die SV Oberwart in Erinnerung. Zwar verlor der SVH letztendlich mit 1:4, zeigte aber über weite Phasen, was auch Klubs aus der letzten Klasse zu bieten haben. Das ist nämlich einiges und das musste auch der SVO zur Kenntnis nehmen. „Wir haben 70 Minuten lang gezeigt, dass wir mit einem Landesliga-Team mithalten können“, so Fixl, der damals schon zeigte, was in ihm stecken kann, sofern er weiter an sich arbeitet.

Zurück nach Kohfidisch: „Ich will Spielzeit“

Nach einem „sehr lehrreichen halben Jahr“, wie Fixl es nannte, dazu 485 Minuten in der Kampfmannschaft mehr auf dem Buckel und einem Tor auf dem Konto, geht es für den defensiven Mittelfeldspieler nach der Winterpause wieder zurück nach Kohfidisch. Dort wo er auch seine ersten Minuten in der Kampfmannschaft erhielt und immer zum näheren Kaderkreis zählte. Nach seiner Rückkehr erhofft er sich nun auch mehr Einsatzzeit in der ASK-Ersten. „Ich will die Erfahrungen, die ich in Hannersdorf sammeln konnte, nun in Kohfidisch nutzen, um auch in der Burgenlandliga mehr Spielzeit zu bekommen.“