Erstellt am 11. Juli 2018, 02:55

von Daniel Fenz

Vereine stimmten für eine 13:12-Aufteilung. Klubs entschieden sich mehrheitlich für 13 (Süd A) und 12 (Süd B) Teams, Welgersdorf will dagegen vorgehen.

 |  BVZ

Großes Gipfeltreffen am vergangenen Freitagabend in Strem, wohin viele interessierte Blicke gingen, denn die Zukunft der 2. Klassen stand dabei auf dem Spiel. Besser gesagt die des SV Welgersdorf, der aufgrund des durch Abstiege und Rückzuge entstandenen Vereins-Ungleichgewichts zwischen A und B-Süd-Klassen in die B Süd manövriert wurde, dies aber nicht klaglos hinnehmen wollte. So spielte der BFV den Vereinen den Ball zu, stellte einige andere Varianten vor und überließ es auch den Klubs, etwaige Vorschläge einzubringen. Im Vorfeld war gar die Variante mit 16 Vereinen in der A-Klasse, während die B-Süd eine Neuner-Liga umfassen sollte. Dabei erklärte BFV-Präsident Gerhard Milletich, dass eine Neuner-Liga nicht möglich sei. Nach fast eineinhalbstündiger Diskussion fasste man den Entschluss, zwischen den Varianten 15:10 (2. Klasse Süd A:2. Klasse Süd B) und 13:12 abzustimmen.

Welgersdorf leitet jetzt rechtliche Schritte ein

Das Ergebnis fiel dann klarer als anfangs vermutet aus. Neben einer Stimmenthaltung des SV Kirchfidisch, entschieden sich 20 Vereine für die Variante mit 13:12, während neben Welgersdorf noch drei Klubs für zweiteres Modell stimmten. Der Vorstand des Burgenländischen Fußballverbandes bestätigte diese Entscheidung bereits und führte auch schon die Auslosung der neuen Saison durch.

„Unser Protest liegt seit mehr als zwei Wochen beim Verband auf. Wir wollen damit dem Vereinssterben entgegenwirken.“ Sektionsleiter Markus Halper, SV Welgersdorf

„Wir warten noch immer auf eine Entscheidung des Protestausschusses, wo wir einen schriftlichen Einspruch gegen diese Einteilung gemacht haben“, stellte Welgersdorfs Vorstandsmitglied Dietmar Kaiser klar.

Robert Bencsics, Vorsitzender des Protestausschusses, sagte dazu: „Ich kann mich zu diesem laufenden Verfahren nicht wirklich äußern. Die Entscheidung wird zeitnahe erfolgen. Wir müssen danach trachten, dass die Meisterschaft ordnungsgemäß starten kann.“

Während man in Welgersdorf rechtliche Schritte einleitet, nahm der SV Wolfau – nächste Saison ebenfalls in der
2. Klasse Süd B – die Entscheidung zur Kenntnis. BFV-Präsident Gerhard Milletich meinte dazu: „Die Vorstandsmitglieder des SV Welgersdorf sollen machen, was sie für richtig halten.“

Welgersdorfs Sektionsleiter Markus Halper: „Unser Protest liegt seit mehr als zwei Wochen beim BFV. Wir werden alle rechtlichen Schritte ausschöpfen, um endlich auch den kleinen Vereinen Gehör zu verschaffen. Das Problem ist ja schon seit Längerem bekannt.“