Entscheid steht, nicht alle jubeln. Die Aufstiegsfrage wurde durch den BFV-Vorstand bestätigt. So könnte es im Juni zu Entscheidungsspielen kommen.

Von Kevin Hasler. Erstellt am 22. Februar 2021 (01:47)

Was passiert mit den 2. Klassen? Wer steigt auf? Und, und, und. Fragen über Fragen, die jetzt ein Ende haben. Die BFV-Spitze hat in ihrer jüngsten Vorstandssitzung am 30. Jänner nämlich Klarheit geschaffen und die Aufstiegsregelung überarbeitet.

Hintergrund: Die 2. Klassen spielen seit Sommer in neuem System. Von zwei Gruppen mit 13 und elf Vereinen (Süd A und B) wurde auf drei mit je acht umgesattelt. Die 24 Teams sollten sich in separater Herbst- und Frühjahrsmeisterschaft den Titel ausmachen. Geplant war, die drei regionalen Achter-Gruppen nach dem Herbst neu einzuteilen, wiederum in drei Gruppen. Mit den besten Acht im Meister-Play-off, den anderen 16 in zwei Cup-Gruppen. Und den ersten beiden der Meistergruppe als Fix-Aufsteiger. In den jeweiligen Klassen sollte immer zweimal jeder gegen jeden spielen. Macht 14 Spiele im Herbst, 14 im Frühjahr, insgesamt 28.

Im Herbst pfuschte aber Corona dazwischen und warf den Terminplan über den Haufen. Die Meisterschaft wurde unterbrochen. Der Verein mit den meisten Spielen hatte gerade mal zehn absolviert. Selbst jetzt, Mitte Feber, steht noch alles. 28 Spiele scheinen unmöglich. Deswegen hat sich der BFV ein Notfallkonzept überlegt.

Im Schnelldurchlauf sollen die Aufsteiger gekürt werden. Mindestens der Herbst muss für eine Wertung gespielt sein. In 1. Klasse, 2. Liga und Landesliga ist einmal jeder gegen jeden Pflicht. In der 2. Klasse muss zweimal jeder gegen jeden gespielt haben. Ist das der Fall, steigen bei keinem Absteiger aus der Landesliga in die 2. Liga Süd drei Vereine direkt in die 1. Klasse Süd auf, nämlich die drei Erstplatzierten. Bei einem oder mehr Absteigern aus der Landesliga in die 2. Liga Süd sind es zwei. Die werden in Qualifikationsspielen ermittelt. Die drei Ersten plus der beste Zweite kommen in einen Topf, die beiden Sieger steigen auf. Die Auslosung erfolgt nach dem letzten Frühjahrsspiel. Termine für die K.O.-Partien (Hin- und Rückspiel) sind Freitag und Sonntag darauf, vorausgesetzt, die Burgenlandliga ist schon fertig. Der BFV will die Meisterschaft bis 6. Juni abgeschlossen haben. Vizepräsident Konrad Renner: „Um nach hinten Luft zu haben.“ Re-Start-Termin ist 16. April. Sofern es Corona erlaubt.

Renner initiierte die 2. Klasse-Regelung. Der Vorstand segnete seinen Antrag einstimmig ab. „Wir wollten mit möglichst wenig Spielen einen Abschluss finden. Und da eignet sich das am besten.“ Geht selbst das nicht, wird annulliert. Wie überall.

Die Burgenlandliga hat minimal einen, maximal vier Abstiegsplätze. Wie viele es genau sind, hängt von der Regionalliga Ost ab. Und das von der 2. Bundesliga. Die Regionalliga zählt zurzeit 13, die Landesliga 15 Klubs. Beide sollen nächste Saison 16 haben.

Ein Aufstieg des SC Pinkafeld in die Regionalliga hätte keine Auswirkungen auf die 2. Klasse-Regelung. Die Pinkafelder müssten in der 1. Klasse Süd zwar eine 1b-Mannschaft stellen. „Die fällt im ersten Jahr aber aus der Grundzahl“, so Renner. Welche die Cupplätze der 2. Klassen sind, müsse erst festgelegt werden.

Fix ist, dass das Aufstiegsrennen nichts für schwache Nerven wird, wollen doch in allen Ligen mindestens zwei Vereine rauf. In der Süd A steht Redlschlag in der Pole-Position, in der B Zuberbach, in der C Tobaj. Bester Zweiter wäre aktuell Hannersdorf (B), gefolgt von Wiesfleck (A) und Eltendorf (C). Durchaus möglich, dass es zu Entscheidungsspielen kommt. Güssing, Markt Allhau und Kohfidisch sind nämlich Landesliga-Zwölfter, 13. und 14.

Allen gefällt die Entscheidung nicht. Sie polarisiert. Die Reaktionen fallen gemischt aus. Während sich die einen über ein „Potzngschäft“ freuen würden, kritisieren die anderen, dass im Fall der Fälle nicht mal der erste Platz für den Gang in die 1. Klasse reicht.

Das System der 2. Klassen, freilich das „Normale“, könnte übrigens über den Sommer hinaus bleiben. Erst war es ja für ein Jahr anberaumt. Renner: „Wir richten uns nach den Vereinen.“