Bekannte Zugänge für das Kedl-Team. Der SV Heiligenbrunn rüstet sich: nicht nur Flamur Muleci soll die Elf von Mathias Kedl auf ein neues Niveau heben.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 22. Januar 2021 (01:50)
Überraschend zurück. Flamur Muleci (l.), hier noch im Trikot des ASK Schlaining, wechselt nach einem kurzen Intermezzo in seiner kosovorischen Heimat zum SV Heiligenbrunn.
Marousek

Mit neun Punkten und Platz 12 beendete der SV Heiligenbrunn sein sportliches Jahr 2020. Dieses war angesichts der Corona-Pandemie für keinen einfach, aber der SVH schaffte den Spagat dabei sehr gut. In der Saison 2019/20 noch akut abstiegsgefährdet, war man in der neuen Spielzeit mit verändertem Kader – man gewann einige Kicker vom mittlerweile stillgelegten Nachbarn aus Strem für sich – früh da und sorgte zu Saisonbeginn für einige positive Überraschungen. Weil die Kadertiefe über weite Strecken aber fehlte, tat man sich, je länger die Hinrunde dauerte, schwer. Auch am Legionärssektor griff man mit Adam Jolic daneben und schickte diesen schon vor der Unterbrechung nach Hause. Mit ihm werden auch David Lippai (Sieggraben), Abwehrchef Neven Paden (Kroatien) und „Legende“ Manuel Csandl (Karriereende) den Verein verlassen und so sah man sich zum Handeln gezwungen.

Das tat man auch – mit prominenten Namen. Flamur Muleci, einige Jahre für Schlaining aktiv und zuletzt in seiner Heimat Kosovo als Profi unterwegs, wechselt mit Bruder Sami, Mikael Mertkarabetyan (Lannach) und Jung-Goalie Robin Hamr (Strem) zum SVH. Sehr zur Freude von Spielertrainer Mathias Kedl: „Sie haben schon im Herbst ein paar Mal mittrainiert und ihnen gefiel es bei uns“, sagte er und ergänzte schmunzelnd: „Es freut uns, sie bei uns begrüßen zu dürfen, auch wenn vor allem bei Flamur einiges an Überzeugungsarbeit nötig war.“

Dabei ist der Offensiv-Allrounder ein 2. Liga-Unterschiedsspieler, was er in Schlaining viele Male bewies. „Die kennen sich alle schon sehr lange und können nun zusammenkicken“, so Kedl.