Hannes Winkelbauer: „Ich wurde dann fuchsteufelswild“. Auswärtssieg, zurück im Meisterrennen und dennoch war Güssings Hannes Winkelbauer mit vielem nicht einverstanden.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 20. März 2019 (01:58)
BVZ

Als schweres Stück Arbeit ordnete man beim SV Güssing den 4:3-Auswärtssieg in Großpetersdorf ein. Dabei fand man mit sieben Zählern quasi optimal in die Rückrunde und weil Herbstmeister Eberau dieser Tage weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr wartet, zeigt sich der GSV mit den Eberauern punktegleich. Geschenkt, dass der SV Mühlgraben mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle anführt. Das Aufstiegsrennen geht noch lang und vieles ist noch im Bereich des Möglichen. Und dennoch war GSV-Cheftrainer Hannes Winkelbauer mit dem Gezeigten zuletzt nicht einverstanden.

Überheblichkeit als schlechter Ratgeber

„Es war ein sehr glücklicher Sieg“, so sein Bericht, der in dieser Form weiter ausgeführt wurde: „Wir gingen mit Glück 2:0 in Führung und glaubten dann, dass es einfach so weitergeht. Wir gingen dann nicht mehr mit 100 Prozent in die Zweikämpfe, und fingen zu jammern an. Ich war dann zur Pause fuchsteufelswild.“ Auch, weil die Großpetersdorfer das Geschehen wendeten und mit 2:3 aus Güssinger Sicht führten. Es folgte eine Ansprache, die sich gewaschen hatte.

Winkelbauer: „Ich wurde sehr emotional und schoss vermutlich auch übers Ziel hinaus. Gott sei Dank zeigten die Burschen eine gute Reaktion, aber klar bleibt, dass uns Überheblichkeit nicht gut zu Gesicht steht. Wir sind nur dann gut, wenn wir unsere Grundtugenden abrufen. Die brauchen wir ganz einfach immer.“

Nächste Chance gegen den Derby-Nachbarn

Dennoch fehle der „Lernprozess“ mit gewissen Situationen umzugehen. „Wir machen eine super Vorbereitung, investieren sehr viel Arbeit, sind körperlich top drauf und schmeißen es dann weg. Gewisse Dinge kann und muss man souveräner lösen.“

Vor allem, wenn man ganz vorne mit dabei bleiben will. Dafür braucht es nun einen Derbysieg gegen Heiligenbrunn. „Ein unangenehmer, kompakter Gegner. Es wird ein Geduldsspiel und sehr schwierig“, so der Coach.