„Messi wird doch auch geschützt“. Nach der 0:2-Pleite in Schlaining haderte man beim SV Neuberg mit der harten Gangart der Liga gegen Georg Krenn.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 17. April 2019 (01:02)
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Leicht hat er es nicht. Aufgrund seiner technischen Fähigkeiten wird Neubergs Georg Krenn (r.) oft in Sonderbewachung genommen – teils mit sehr rustikalen Mitteln.

Sportlich befindet sich der SV Neuberg im Niemandsland der Tabelle. Nach ganz oben geht nur noch wenig und nach unten hat man sich schon zur Hinrunde aller Sorgen entledigt. So nahm man die insgesamt verdiente 0:2-Niederlage hin, während Obmann Martin Konrad nach Spielschluss aufgrund einiger harter Attacken gegen Edelzangler Georg Krenn wütete. „Da waren Brutalitäten dabei und es war fast schon ein Kesseltreiben“, so Konrad, der sich mehr Schutz von den Unparteiischen für den Offensiv-Akteur wünschte: „Wir hatten zuletzt einige erfahrene Schiedsrichter als Spielleiter, die solche Dinge anders lösen müssen. Bei einem jungen Unparteiischen wäre es ja noch irgendwie zu verzeihen, aber bei solchen Routiniers muss ich einen gewissen Schutz erwarten. Ein Lionel Messi wird in der spanischen Liga ja auch geschützt. Einige Dinge gefielen mir zuletzt überhaupt nicht.“

Dabei ist die harte Gangart für Krenn kein Neuland, denn seine Art zu kicken bringt natürlich viele Standardsituationen und auch in höherklassigen Ligen bekam er schon einiges auf die Socken. „Natürlich muss er seine Spielweise auch korrigieren, aber es kann nicht sein, dass er wie Freiwild behandelt wird.“

Gegenüber der BVZ stellte Konrad auch klar, dass es sich nicht nur gegen die Schlaininger richtete, sondern auch andere Gegner der letzten Zeit beinhaltete. „Solche Spieler müssen ganz einfach einen gewissen Schutz erfahren“, so Konrad abschließend.

Mit Krenn, dafür ohne Michi Marth empfängt man nun am Karsamstag den UFC Jennersdorf. Das SVN-Oberhaupt dazu: „Die sind eine ähnliche Kragenweite wie wir, obwohl sie tabellarisch derzeit ein bisschen unter Wert geschlagen werden.“