Nächstes Wunder für Grafenschachen. Zum zweiten Mal 2019 lag die Elf von Andi Radakovits hoffnungslos 0:3 hinten, zum zweiten Mal wendete man das Blatt.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 06. November 2019 (01:00)
Erst konfus, dann kurios. Rechtsverteiger Kevin Burjan steigerte sich in Jabing, wie das gesamte Team, nach dem Seitenwechsel.
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Im Tennis gibt es oft den Spruch, dass man gegen einen Gegner einen Punkt zwei-, dreimal machen müsse, was so viel heißt, dass der Kontrahent auf der gegenüberliegenden Seite nie aufgibt. Diesen kann man auch gut und gerne auf die kickende Zunft des SC Grafenschachen ummünzen, die vor allem von ihrem Kämpferherz und ihrer Leidenschaft lebt. An schlechten Tagen wird es dann schwer zu punkten, an guten ist dafür alles möglich. Ab und an wandelt sich das SCG-Gesicht dann innerhalb weniger Minuten.

Einfach kann ja jeder. SCG-Cheftrainer Andi Radakovits muss wegen immer neuer Ausfälle ständig seine Elf umbauen.
Bauer

So geschehen in Rotenturm am 7. September, wo man schnell mit 0:3 hinten lag, dann aber spät noch einen Punkt rettete. So geschehen auch am Samstag in Jabing, wo die Elf von Andi Radakovits beim Pausengang in die Kabine ebenfalls mit 0:3 zurücklag, dann aber eine super zweite Halbzeit abrief und noch mit 5:3 gewann. Ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Liga. „Irgendwann ging es dann Schlag auf Schlag“, sagte auch Sektionsleiter Gerald Ringhofer und ergänzte: „In Halbzeit zwei ging alles auf.“ Balsam für die personell arg gebeutelte SCG-Seele, denn die Kicker, die noch laufen können, tun es auch für den Verein. „Was wir draufhaben, rufen wir auch ab. Jetzt konnten wir uns endlich für nicht so schlechte Leistungen zuletzt auch belohnen“, so Ringhofer, dessen Elf nun am Sonntag den SV Neuberg empfängt. „Die sind gut in Form, aber bei uns kehrt Igor Bukara wieder zurück und sofern nichts passiert, herrscht vielleicht sogar so etwas wie Konkurrenzkampf“, erklärte der Verantwortliche der BVZ.