Nicht gegebenes Tor beim SV Neuberg

Große Aufregung beim SV Neuberg nach einem nicht gegebenen Tor zur späten 3:2-Führung bei der SpG Edelserpentin.

Patrick Bauer
Patrick Bauer Erstellt am 24. September 2021 | 02:12
Noch nie erlebt
Gebrauchter Tag. Der Tross des SV Neuberg bekam in Bernstein die volle negative Breitseite serviert.
Foto: BVZ

Es hätte ein wunderschöner Freitagabend für den SV Neuberg werden können. Ersatzgeschwächt reiste man zur SpG Edelserpentin und über 85 Minuten lieferten sich beide Vereine einen richtigen Fight. Schnell, intensiv, rasant – so wie man sich einen Freitagabend unter Flutlicht eben vorstellt. Schon vor der Pause kam es dabei zu extrem strittigen Situationen, führten die SpG-Hausherren nach 22 Minuten mit 1:0, ehe Tomi Liber in Minute 29 vermeintlich remisierte. Der kroatische Legionär soll im Abseits gestanden sein, was nach Meinung der SVN-Verantwortlichen nie und nimmer der Fall gewesen sein soll. „Der Ball wurde von Niko Golenja von der Torauslinie zurückgespielt“, erklärte Obmann Martin Konrad und ergänzte: „Viel mehr störte mich dann, dass der Linienrichter Tomi beschuldigte, ihn beschimpft zu haben. Der macht so etwas nicht und hat es auch in all den Jahren noch nicht gemacht.“

Noch vor Seitenwechsel glückte den Gästen durch eben Liber der Ausgleich, ehe es in den zweiten 45 Minuten bis in die Schlussphase dauerte, ehe wieder die SpG-Kicker durch Kevin Strohmeyer in Führung gingen. Diese hielt bis zur 85. Minute, denn Golenja stellte auf 2:2. Dann die entscheidenden Minuten des Spieles. Der SV Neuberg ging durch abermals Golenja in Front. Hausherren-Obmann Konrad Renner, der auch als Sprecher fungiert, gab das Tor schon durch, selbst die Anzeigentafel war schon auf 2:3 umgeschaltet und die 22 Kicker standen schon zum Anstoß bereit. Alles geklärt? Nein, denn der Linienrichter intervenierte beim Unparteiischen Christian Heiner, weil er ein Übertreten der Coachingzone des Sportlichen Leiters Georg Konrad gesehen habe. Regeltechnisch darf man das nicht, wobei es auch teils, ob der knapp bemessenen Außenlinien, oft nicht wirklich einfach ist. „Ich habe so etwas in 22 Jahren Kampfmannschafts-Fußball noch nicht erlebt“, sagte Georg Konrad aufgebracht und ergänzte: „Ein Skandal! Und uns wurde der Sieg gestohlen.“

Der Treffer fand keine Anerkennung und es kam, wie es kommen musste: Endrit Mucolli erzielte spät das 3:2 für die Hausherren. „Ich habe es nicht mitbekommen, aber es stimmt, dass die Anzeigentafel schon umgestellt war und ich das Tor durchsagte“, meinte auch Renner, während sein Obmann-Pendant, Martin Konrad, anfügte: „Unsere Burschen wurden für eine gute Leistung nicht belohnt.“

Zu Wochenbeginn prüfte man auf Neuberg-Seite auch einen Einspruch, will man geschlossen zur STRUMA fahren. „So einfach wollen wir das nicht akzeptieren“, sagte Georg Konrad dazu.