SV Rechnitz: „Wissen, dass wir noch mehr können“. Nach einer schwierigen Vorsaison, die dank Corona „positiv“ ausging, steht der SV Rechnitz derzeit sehr solide da.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 21. November 2020 (01:18)
Guter Start, dann der Verzweiflung nah. Tamas Fekte (l.) schlug beim SVR zunächst groß ein, ehe er dann einige Hunderter vergab. Sechs Tore waren so seine Ausbeute.
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Mit einer wirklichen Einordnung seiner bisherigen Leistungen tut man sich beim SV Rechnitz tendenziell schwer. In der Saison 2019/20 stand man zur Winterpause ganz unten, trennte sich im Herbst von seinem langjährigen Trainer Peter Farkas und Wolfgang Köck übernahm für einige wenige Spiele. Im Winter wurde der Kader vor allem am Legionärssektor runderneuert und mit Rene Varga gewann man einen 2. Liga-Fachmann für sich, der selbst als Kapitän für den SVR viele Schlachten focht. Der Start lief, so konträr es klingen mag, trotz 0:6 in Jennersdorf gut, denn man bewegte sich mit einem Top-Team auf Augenhöhe. Was folgte? Corona und die Annullierung der Spielzeit. Der SVR blieb der 2. Liga erhalten.

Viel änderte sich dann im Sommer nicht, wobei man Jürgen Pfahnl aus Kohfidisch heimholte und in weiterer Folge furios in die Saison startete. Zuhause gab es ein 6:0 gegen Rudersdorf, was der letzte Heimsieg bleiben sollte. „Auswärts hui, zuhause teils pfui“, meinte auch Pressesprecher Michael Riedler, der anfügte: „Es war generell mehr drin, wobei wir vor allem bei uns einige Male umfielen. Das war nicht notwendig.“ Einzig in Eberau sei man dabei wirklich „unterlegen“ gewesen, wobei man dort auch bis zum 0:2 ganz „gut“ mithielt, wie der Verantwortliche erklärte.

Kadertechnisch will man über den Winter zusammenbleiben, auch wenn es möglicherweise die ein oder andere Adaptierung geben wird. Riedler: „Wir wissen, dass wir noch mehr können. Vielleicht tut einigen unserer Kicker die Pause ganz gut, auch um die Köpfe freizubekommen.“ Stürmer Tamas Fekete etwa, der toll startete und dann viele Chancen liegenließ. „Er haderte dann schon mit sich selbst.“ Nun bleibt Zeit, sich seiner Stärken zu besinnen.