Tobias Plank: Der kleine Bessermacher. Seit dem Vorjahr kickt der erst 19-jährige Tobias Plank beim ASK Jabing in der Kampfmannschaft und beeindruckt dort nicht nur seinen Trainer, sondern auch einige andere.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 28. November 2020 (01:47)
Nur nicht täuschen lassen. Auch wenn der gebürtige Jabinger Tobias Plank schmächtig wirkt, steckt einiges in ihm. Kämpferisch hält er in der 2. Liga voll mit und hat auch technisch sehr vieles zu bieten. Wie wichtig er mittlerweile fürs ASK-Gebilde ist, merkt man zumeist erst, wenn er fehlt – so wie zum Saisonstart.
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DeEs sind Momente, mit denen kein Trainer der Welt gerne konfrontiert wird. Eine Verletzung eines Schlüsselspielers? Da mehren sich die Sorgenfalten. Auch der ASK Jabing mit Chefcoach Marc Seper hatte im Sommer mit solchen Problemfeldern zu kämpfen. Bei der Cupniederlage nach Elfmeterschießen beim 2. Klasse Süd A-Verein aus Wiesfleck fiel Mittelfeldmotor Tobias Plank früh mit einer Handverletzung aus. Es mag nur ein kleiner Fingerzeig sein und möglicherweise wäre der ASK auch so ausgeschieden, aber es zeigt die Wichtigkeit des jungen Allrounders, der in Jabing nicht mehr wegzudenken ist.

In Jabing weiß man um das große Talent

Es gibt Spieler, die ihre Mannschaften besser machen. Einer von ihnen ist Tobias Plank. Keiner für die Galerie, möglicherweise auch keiner für die entscheidenden Tore, aber einer, der die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld zu gewinnen weiß oder dann eben den Pass vor der entscheidenden Aktion gibt, weil er das Verständnis für den Raum mitbringt. Etwas, was nur schwerlich lernbar ist. So schwimmt er beim derzeitigen Fünften bis dato ein wenig unter dem sportlichen Radar. Ob er noch unterschätzt werde, wollte die BVZ von Coach Seper wissen und dessen Reaktion sagte vieles aus: „Von wem?“, fragte er lachend, wohlwissend über die Wichtigkeit des gebürtigen Jabingers, der im Hartberger Nachwuchs lernte und sich dann erst bei Hartberg II in Eggendorf und dann bei Hartberg Umgebung in Schildbach erste Meriten in einer Kampfmannschaft verdiente. Vor der Saison 2019/20 folgte der Schritt zurück nach Jabing, wo sein Vater auch im Vorstand mitarbeitet. „Tobias ist ein Spieler, der technisch sehr gut ausgebildet ist und auch körperlich gut ist. Es war für uns kein einfacher Saisonstart im Sommer, auch weil er uns fehlte“, so Seper, der anfügte: „Dass er dort fünf, sechs Wochen ausfiel, war dann schon ersichtlich. Bei 100 Prozent war er dann nicht.“

Man hoffe, dass er, sofern es im Jänner regulär weitergehen sollte, verletzungsfrei bleibt und endgültig durchstartet. „Er ist unheimlich variabel einsetzbar, auch wenn er auf der Sechs, Acht oder sogar auf der Zehn – generell im Zentrum – am stärksten ist“, erklärte sein Trainer und ergänzte: „Er ist zudem keiner, der herumraunzt oder Ähnliches, sondern seine Leistung immer abruft – egal wo man ihn einsetzt.“

Die nächste Aufgabe? Führungskraft werden

Irgendwann wird der Schritt nach oben folgen, wobei man beim ASK hofft, ihn noch etwas länger halten zu können. Der prinzipielle „Karriereplan“ sehe laut Seper vor, dass er „hoffentlich dieses und auch nächstes Jahr noch bei uns kickt“. Des Trainers Nachsatz: „Er hat klar das Zeug, um auch höherklassig zu kicken, aber ihm tun die regelmäßigen Einsätze bei uns über 90 Minuten einfach gut. Jedes Spiel ist in seinem Alter wichtig. Zudem kann er auch bei uns zu einem Führungsspieler reifen.“ Viel fehlt dazu nicht mehr. Das weiß man beim ASK Jabing und sehr wahrscheinlich auch bei einigen anderen Klubs.