Der „Klassiker“ steht an. Am Freitagabend kommt es im Informstadion zu einem der traditionsreichsten Nachbarschaftstreffen im Burgenland.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 17. April 2019 (01:02)
BVZ
Offenes Duell. Pinkafelds Florian Prochazka (l.) reist am Freitag wenige Kilometer zum SV Oberwart mit Peter Gergo.

Und wieder so ein Derby mit klaren Vorzeichen: Waren in der Hinrunde noch die Pinkafelder aufgrund ihrer damals starken Form der Favorit, drehte sich das Blatt zur Rückrunde, denn der SV Oberwart will seinen guten Rückrundenlauf auch beim traditionsreichen Nachbarschaftstreffen prolongieren. „Im Herbst waren wir noch gefühlte Kilometer von ihnen entfernt, jetzt könnten wir sie gar überholen“, sagte Oberwarts Sportlicher Leiter Michael Benedek.

Mit zwei späten Siegen, wobei man zweimal einen Rückstand drehte, ist die Oberwarter Brust breit gefächert. „Wir kämpfen eben bis der Schiri abpfeift, auch weil wir körperlich top drauf sind. Dazu konnten wir genügend Selbstvertrauen tanken. Wir freuen uns“, so Benedek weiter, wobei einige prominente Gäste erwartet werden. Der SVO-Verantwortliche dazu: „Werner Gregoritsch hat sich bei unserem Sportdirektor Franz Wohlfahrt schon angekündigt. Es wird honoriert, was in Oberwart derzeit passiert.“

Noch einen Zähler vor den Oberwartern steht der Kontrahent aus Pinkafeld, der zuletzt aber ein wenig ins Straucheln geriet und seinen eigentlich komfortablen Vorsprung auf den SVO schon verspielte. Es wäre doch der richtige Zeitpunkt, im Derby ein Ausrufezeichen zu setzen. Darauf antwortete Coach Florian Hotwagner: „Ich will gar nicht sagen, dass das Spiel zur rechten Zeit kommt. Wenn man sich die Formkurven ansieht, sind wir klarer Außenseiter. Sie sind einfach auch sehr gut und wir müssen über 90 Minuten an unser Maximum gehen.“ Ähnliche Töne auch vom Sportlichen Leiter Alex Diridl: „Ein ganz besonderes Spiel und auch tabellarisch sehr interessant.“

Aktuelle Infos. Die Hausherren sind komplett. Pinkafeld muss auf Dominik Sperl verzichten, während David Hagenauer zurückkehrt. Der restliche Kader sollte fit sein.