„El Clasico“ im Spitzenfeld bei Pinkafeld - Oberwart

Am kommenden Samstag steigt „das“ Spiel der bisherigen Burgenlandliga-Saison, wenn Pinkafeld zum Duell mit Oberwart lädt.

Patrick Bauer
Patrick Bauer Erstellt am 25. September 2021 | 02:15
El Clasico im Südburgenland
Unterschiedsspieler auf SVO-Seite. Thomas Herrklotz steht nach sieben Spielen bei mittlerweile unglaublichen 14 Volltreffern – Wahnsinn!
Foto: BVZ

Pinkafeld - Oberwart; Samstag, 18 Uhr. Es ist vollbracht, auch wenn sowohl der SC Pinkafeld, als auch der SV Oberwart hart zu kämpfen hatten. Wovon die Rede ist? Von der perfekten Ausgangssituation vor dem samstägigen Schlager-Derby auf der ehrwürdigen Wiese des SC Pinkafeld. Dabei gastiert der SVO beim schärfsten Derby-Kontrahenten seiner Geschichte mit blütenreiner Weste, gab noch keinen Punkt ab und gewann dabei siebenmal in Folge. Ähnlich beeindruckend die Bilanz der Hausherren, die ihrerseits zwar in Ritzing schon ein Spiel verloren, aber zuhause noch schadlos dastehen und generell richtig stark in Form sind. Zwar stotterte das SCP-Werkl beim späten 2:1-Erfolg in Oberpetersdorf/Schwarzenbach etwas, aber wenn es eng wird, kommt eben Ausnahmespieler Christoph Saurer in Minute 93 daher und schafft wieder Entscheidendes. So einen hat der SVO mit dem klar Führenden der Schützenliste, Thomas Herrklotz (14 Volltreffer), ebenfalls zu bieten.

Auf der Suche nach einem Favoriten

Und es sind genau diese Geschichten, die das älteste Derby des Burgenlandes – beide Vereine haben im Gründungsjahr 1912 stehen – schon seit jeher so prickelnd machen. Waren es in den Vorjahren zumeist mehr oder weniger Duelle auf Augenhöhe, ist es 2021/22 ebenfalls eines – nur eine Stufe höher, weil beide mittendrin im Aufstiegskampf sind. Im Gäste-Lager will man die Favoritenrolle dabei den Heimischen zuschieben. „Sie stehen zurecht so weit oben und sie haben ihre Aufstiegs-Ambitionen auch klar definiert“, meinte Ex-Pinkafeld-Coach und jetziger Oberwart-Trainer Florian Hotwagner und SVO-Sportkoordinator Peter Lehner pflichtete bei: „Favorit ist sicher Pinkafeld.“ Nachsatz: „Sie werden zwar ziemlich sicher das Gegenteil sagen, aber für mich ist die Sache mit der Favoritenrolle relativ klar.“

In Pinkafeld zeigte man sich auf Nachfrage doch etwas verwundert ob der SVO-Aussagen. „In einem Derby gibt es sicher keinen Favoriten“, meinte SCP-Cheftrainer Max Senft und Sektionsleiter Alex Diridl schoss nach: „Ich habe generell kein Problem mit einer etwaigen Favoritenrolle, aber ich sehe hier nur keinen wirklichen.“

Es wird auf die gewissen Kleinigkeiten und die Tagesform ankommen und auch, wer mit den äußeren Umständen besser umzugehen weiß. Viele Zuseher werden kommen, was man nicht unterschätzen darf. Darauf freuen sich die Kicker natürlich, wo SVO-Kapitän Thomas Herrklotz stellvertretend erklärte: „Es gibt für so ein prestigeträchtiges Derby eigentlich keine besseren Vorzeichen. Es ist das älteste Derby des Burgenlandes, dazu Dritter gegen Zweiter und beide Teams gewannen ihre letzten Spiele. Die Zuseher dürfen sich auf ein geiles Spiel freuen.“

Auch bei den Gastgebern war die Vorfreude zu Wochenbeginn schon spürbar, erklärte „Capitano“ Dominik Luif gegenüber der BVZ: „Wir hoffen auf eine gute Kulisse und freuen uns sehr, vor unseren Fans kicken zu dürfen. Beide Mannschaften hätten sich eine gute Kulisse verdient.“ Die wird es geben, sofern die äußeren Umstände passen, denn wie drückte es Lehner aus: „Es ist für das ganze Südburgenland eine tolle Sache.“