Florian Kurtz: Musterschüler aus Allhau. Florian Kurtz, seit 2006 beim Burgenlandligisten gemeldet, ist im UFC-Lager der Mann für die Stabilität. Egal auf welcher Position: Der Linksfuß spielt das sehr solide weg.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 29. Dezember 2020 (01:27)
Vollgas für den UFC. Florian Kurtz (r.) kickt seit seinem sechsten Lebensjahr für den UFC Markt Allhau, durchlief erst alle Nachwuchsklassen, ehe er schon mit 15 sein Debüt in der Kampfmannschaft feierte. 
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Die Hinrunde beim UFC Markt Allhau kann man getrost als misslungen einordnen. Einzig dem Oberpetersdorfer Tabellen-Sternchen (Anm.: gegen St. Margarethen passierte beim eigentlichen 4:0-Sieg ein Wechsel-Fehler und so wurde es mit 0:3 gewertet) ist es zu verdanken, dass der UFC-Tross als Vorletzter überwintert. Dabei waren die Ziele im Sommer durchaus groß – umsetzen konnte man nach gelungenem Start nur wenig. So überwintert man ganz unten und kämpft um den Ligaerhalt.

Ob man das nach der Corona-Unterbrechung schafft? Einer wird dann vorangehen müssen, dessen Art das aber, ob seines ruhigen Wesens, gar nicht ist: Florian Kurtz. Der Linksfuß gilt beim UFC als Mann für die Stabilität, der dabei keine großen Töne spuckt und dennoch an Wichtigkeit fürs UFC-Gebilde kaum zu überbieten ist. „Ich glaube schon, dass meine Zuverlässigkeit eine meiner Stärken ist. Ich lasse kaum ein Training aus, bin doch recht konstant in meinen Leistungen und auch generell ein positiver Typ“, erklärt er der BVZ im Gespräch und ergänzt: „Auch das ‚niemals aufgeben‘ würde ich als Stärke von mir sehen.“

Kurtz: „Mein Ziel ist der Klassenerhalt“

Aber nicht nur das, auch die Variabilität ist bewundernswert. Ob auf der Sechs, Acht, Zehn, links defensiv oder offensiv – der 21-jährige Kurtz spielt jeglichen Part mit Ruhe weg. Dabei war er im Nachwuchs gar „Stürmer“, wie er berichtet und ehrlicherweise anfügt: „Hinten spiele ich nicht so wirklich gerne.“ Sofortiger Nachsatz: „Aber ich kicke dort, wo Mannschaft und Trainer mich brauchen.“

Der Betriebswirtschaft-Student kann dabei als UFC-Musterschüler gesehen werden. Seit seinem sechsten Lebensjahr kickt er für den UFC, durchlief alle Nachwuchsstationen, ehe er schon mit 15 Jahren erstmals für die Kampfmannschaft einlief. „Wechselgedanken“ gab es laut ihm dabei selten bis nie, wobei es schon an der sportlichen Herausforderung hänge. „Mein Ziel ist der Klassenerhalt mit Allhau“, so der Wortlaut, um anzufügen: „Ich habe zuletzt in Wien zu studieren begonnen und mal sehen, wie es mit der Fahrerei zum Training dann läuft.“ Das kann und wird zehrend sein, aber Kurtz lässt seinen UFC nicht hängen. „Was die Zukunft bringt, werden wir sehen.“

Diese sieht nun den Kampf um den Klassenerhalt in der Burgenlandliga vor, nicht ohne auch den Blick nach hinten zu richten. Der Herbst verlief aus UFC-Sicht enttäuschend. Das weiß auch der ruhige Zeitgenosse Kurtz: „Es war kompliziert. Wir sind eigentlich gut reingekommen, haben dann aber vor allem gegen Ende viele Spiele verloren. Wir wissen, dass wir mit den meisten mithalten können, aber oft war auch das Glück nicht auf unserer Seite.“ Einzig auf diesen Umstand will er es aber nicht schieben: „Nur Pech war es sicher nicht.“

So steht man eben tabellarisch ganz unten und wird 2021, wann immer es auch losgehen mag, sofort da sein müssen. „Die Burgenlandliga ist extrem eng beisammen und wir wollen unbedingt oben bleiben“, so der junge Kicker.