Südburgenland-Trainer: „Machten noch das Beste draus“. Cheftrainer Rene Mahlknecht zieht in der BVZ Bilanz. Wirklich einfach war die Hinrunde dabei nicht.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 15. Dezember 2020 (01:57)
Situation angenommen und das Beste versucht. FC Südburgenland-Cheftrainer Rene Mahlknecht blickt nicht nur wegen der Corona-Situation auf eine nicht einfach zu bewältigende Hinrunde zurück.
Daniel Fenz

Die bisherige Bilanz des FC Südburgenland in der Saison 2020/21 kurz zusammengefasst? Ausbaufähig – so viel steht fest. Einem Sieg und drei Unentschieden stehen fünf Niederlagen gegenüber und die Elf von Coach Rene Mahlknecht rangiert so über den Winter auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das Resümee des „Chefs“ fiel gemischt aus. Vorsichtig optimistischer Nachsatz: „Betrachtet man die gesamten Umstände mit Corona und den Ausfällen einiger unserer Schlüsselspielerinnen, haben wir noch das Beste daraus gemacht.“

Ersatz für Thurner soll 2021 kommen

Trotz der tabellarisch nicht zwingend komfortablen Lage bleibt für das Frühjahr aber noch alles offen. Zu Platz fünf fehlen nur vier Zähler, wobei der Blick nach hinten zuletzt dennoch haften blieb. „Natürlich wäre mir ein Rang im Mittelfeld lieber, aber es war nicht viel mehr möglich. Wir mussten auf Franziska Thurner verzichten und auch Szabina Talosi fiel länger aus.“ Zu viel für den Kader, der Qualität hat, aber auch mit starker Konkurrenz kämpft.

Im Frühjahr will man sich so schnell aller Abstiegssorgen entledigen, wobei das ohne Thurner passieren wird, denn sie hängt ihre Packler an den berühmten Nagel. „Franziska ist für uns nur sehr schwer zu ersetzen“, so Mahlknecht, der sich einen adäquaten Ersatz durchaus auf den Wunschzettel für die Weihnachtszeit schrieb. Sollte das nicht klappen, wäre es aber auch kein Problem. „Wir werden eine Lösung finden. Notfalls müssen wir auf den Nachwuchs aus der Future League-Elf setzen.“

Auf die Zweier-Mannschaft könnte im Frühjahr einiges zukommen, denn diese Saison wurde früher abgebrochen und einige Nachtragspartien stehen auf dem Plan. Die Hoffnung bestehe aber, dass regulär im März gestartet werden kann. Mahlknecht hat dabei auch die Entwicklung der jüngeren Mädchen im Auge. „Es wäre schlimm, wenn nur die Bundesliga spielen dürfte.“

Auch infrastrukturell versuchte man im Herbst vieles, um sich auch dort noch professioneller aufzustellen. Die Heimstätte mit dem Platz des ehemaligen SV Mischendorf wurde zuletzt unter der Regie von Obmann Gottfried Brunner weiter saniert, auch um Susanne Koch-Levefre und Kolleginnen einen perfekt zu bespielenden Untergrund zu bieten. Die Akzeptanz in der Gemeinde wächst stetig und Frauenfußball bietet eine tolle Abwechslung zum sonst nicht unbedingt großen Sportprogramm innerhalb des Ortes.

Mit viel Herzblut arbeiten Brunner und sein Team, welches aus rund zehn Leuten besteht. Insgesamt wurden rund 30.000 Euro investiert, um nicht nur die Wiese, sondern auch das Drumherum auf Vordermann zu bringen: alles für die kickenden Bundesliga-Damen, die laut Fünf-Jahres-Vertrag zumindest bis 2024 in Mischendorf kicken werden. „Wir sind alle mit Herzblut bei der Sache, der FC Südburgenland ist unser Aushängeschild geworden, ohne die Frauen würde es diesen Platz und die Dinge rundherum nicht mehr geben“, so Oberhaupt Brunner.