Die Klage über die Lage beim USV Rudersdorf. Der USV Rudersdorf kämpft dieser Tage mit einer richtigen Ausfallwelle, die die Vorbereitung erheblich erschwert. So sind auch die Ergebnisse nicht wirklich aussagekräftig.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 10. Juli 2021 (02:08)

Einmal in einem Stadion kicken? Für viele Fußballer der Traum. Die kickende Zunft des USV Rudersdorf stand noch zu Redaktionsschluss am Dienstag kurz davor, dieses (Lebens)-Ziel abhaken zu können. Weil die Sturm Graz U18 als Versuchskaninchen für die Kampfmannschaft und deren Videowall samt VAR-Versuch dient, kam der 2. Liga-Klub in diesen Genuss in der Merkur Arena der Grazer kicken zu dürfen.

Zumindest sofern man überhaupt elf Leute zusammenbekommt, denn das war bei der Elf von Neo-Cheftrainer Klaus Fuchs in den letzten Wochen das Problem. Viele für die Startelf eigentlich prägende Kicker kämpfen dieser Tage mit Wehwehchen. Gar nichts wirklich Schlimmes, aber dennoch ärgerlich, denn es unterbricht die Vorbereitung auf die neue Saison. Die beiden Heimkehrer Lauro Sifkovits und Julian Gaal, sowie Allrounder Christoph Zotter nähern sich dem Mannschaftstraining, liefen zuletzt aber nur separat ihre Runden.

„Eigentlich wollte ich das Spiel ja absagen, aber diese Chance und die Freude, dort kicken zu können, kann man den Burschen nur schwer nehmen“ Sportliche Leiter Martin Salber

Nicht die Einzigen, die aktuell nicht mit dem Team trainieren können. Auch die beiden Kroaten, Danijel Vincelj und Denis Svaljek, fallen aus. Mittelfeld-Kicker Vincelj kämpft mit den Nachwehen seiner Operation – Svaljek soll in weniger als einer Woche wieder einsatzbereit sein.

„Eigentlich wollte ich das Spiel ja absagen, aber diese Chance und die Freude, dort kicken zu können, kann man den Burschen nur schwer nehmen“, meinte der Sportliche Leiter Martin Salber noch am Montag. Wer weiß, ob man jemals wieder solch eine Möglichkeit erhält, auch wenn man auf eine bärenstarke AKA-Auswahl treffen wird. So wird man das Ergebnis nicht überbewerten dürfen.

Wie auch schon das 2:5 gegen den steirischen Gebietsligisten St. Ruprecht. Diese sind klar unter dem USV anzusiedeln, aber die personelle Lage gibt nicht wirklich viel mehr her. „Wir spielen gar nicht schlecht, machen aber viel zu viele Fehler und werden bestraft. Es ist dieser Tage nicht wirklich einfach“, so Salber abschließend.