Kristin Posch: „Medaille bedeutet mir sehr, sehr viel“

Die Oberdorferin Kristin Posch beendete ihre herausragende Karriere mit einer Bronzemedaille im Riesentorlauf.

Erstellt am 19. September 2021 | 02:50
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Erstes Rennen, gleich am Stockerl. Kristin Posch eröffnete die WM im Riesentorlauf mit dem dritten Rang. Hetfleisch
Foto: Robert

Für die 24-jährige Mutter und langjährige Sportlerin Kristin Posch (ehemals Hetfleisch) ging vorige Woche eine sehr erfolgreiche Karriere zu Ende. Sie startete bei der FIS Grasski-WM in Stitna nad Vlar (Tschechien) und wurde dabei von ihrer Familie sowie vielen Verwandten vor Ort mental unterstützt. Es sollte sich schnell bezahlt machen.

Schmerzen waren nach dem Sturz zu groß

„Viel besser hätte es für mich gar nicht laufen können. Die Bronzene in meiner Spezialdisziplin Riesentorlauf bedeutet mir sehr, sehr viel“, resümierte die Südburgenländerin und meinte weiters: „Sie glänzt eigentlich wie Gold. Ein Wahnsinn, hier zu fahren und gemeinsam mit meiner Familie und den Eltern von meinem Ehemann Sascha vor Ort zu feiern.“ Ganz in dieser glänzenden Tonart ging es dann nicht mehr weiter. So durfte sie sich am dritten WM-Tag mit ihrer niederösterreichischen Teamkollegin Daniel Krückel über Silber im Super G freuen – Posch selbst belegte Rang sieben. In der Superkombi setzten Krückel und Posch alles auf eine Karte und blieben unbelohnt. Beide stürzten beim Angriff auf Edelmetall.

Die Schmerzen waren dann zu groß und Kristin Posch musste den letzten Bewerb – den Slalom – verletzungsbedingt auslassen. „Es wäre nicht mehr möglich gewesen, der Rücken tat sehr weh. Natürlich wäre ich gerne gefahren, aber gesundheitlich war es nicht mehr tragbar.“ Die Weltmeisterschaft verlief für sie insgesamt sehr emotional. „Platz drei in meiner Spezialdisziplin, bei der letzten WM, ist richtig cool. Mein gestecktes Ziel, mit einer Medaille heimzukehren, ist geglückt. Nun schaue ich einmal, dass ich meine Rückenprobleme in den Griff bekomme.“