In den Vorstand gewählt: Große Ehre für Poiger. Martin Poiger fungiert nun als Schnittstelle der European Judo Union in Wien und das für alle Verbände in Europa.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 26. Dezember 2020 (01:11)
Brüder-Duo für den Judosport. Burgenlands-Judo-Präsident Roland Poiger und Europa-Judo-„Chef“ Martin Poiger v.l.).
Poiger

Der Oberwarter Martin Poiger, Präsident des Österreichischen Judoverbandes, wurde eine große Ehre zuteil – er wurde in den 15-köpfigen Vorstand der EJU (Europäische Judo Union) gewählt. Das Mandat gilt für die kommenden vier Jahre.

Heuer war alles neu: Die Hauptversammlung wurde erstmals als Videokonferenz – von der Bürozentrale in Wien aus – abgehalten. Poiger fungierte in seiner Funktion als EJU-Bürodirektor als Gastgeber der dreistündigen Sitzung. 75 Personen aus 48 Nationen nahmen an der Konferenz teil, wobei die EJU insgesamt 2,3 Millionen aktive Judokas in 51 (europäischen) Ländern vertritt. EJU-Präsident Sergey Soloveychik sprach die Hoffnung aus, „dass diese Hauptversammlung vorerst die einzige digitale Sitzung in der EJU-Geschichte bleibt und wir bald zu einer gewissen Normalität zurückkehren können.“

Der Russe zog eine positive Jahresbilanz: „Wir haben bewiesen, dass sich Judo, auch während einer Pandemie behaupten kann. Die Präventiv-Konzepte haben sich bewährt.“ Für das Olympia-Jahr 2021 gab der Präsident zwei Ziele aus: „Dass die Sportler in Tokio erfolgreich abschneiden. Außerdem geht es auch um die Weiterentwicklung von Bildungsprojekten für Kinder.“ Poiger war derweil extrem stolz: „Es ist eine Auszeichnung für Österreich, wieder im Vorstand vertreten zu sein. Ich fühle mich sehr geehrt, freue mich, meine bisherige Tätigkeit als Bürodirektor als gewähltes Vorstandsmitglied fortführen zu können. Ich werde weiterhin mit meinem Team in Wien alle administrativen Bereiche der EJU verantworten und als Schnittstelle zwischen den Abteilungen und unseren Mitglieder-Verbänden fungieren.“