Aufgrund von "COVID-19" viele Auflagen und Hindernisse. Am kommenden Samstag und Sonntag finden in der Oberwarter Sporthalle die Österreichischen Judo-Staatsmeisterschaften statt. Der Präsident des Burgenländischen Judo-Verbandes, Roland Poiger, zählt zu den routiniersten Turnierveranstaltern des Österreichischen Judoverbandes (ÖJC). Er steht im Interview Rede und Antwort.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 16. Oktober 2020 (17:33)
Michaela Polleres, Weltranglisten-Fünfte, ist der Star der Titelkämpfe, eine von 11 aus dem A-Kader, die in Oberwart dabei sind.
 
ÖOC/GEPA

Wie herausfordernd waren die letzten Tage und Wochen?
Roland Poiger: „Es fühlt sich ein wenig so an, als würden wir die European Open mit 250 Startern aus über 40 Nationen organisieren. Dabei sind es heuer nur Österreichische Staatsmeisterschaften mit 158 Aktiven. Die Hotelbuchungen werden von den Vereinen dabei selbst übernommen. Das läuft normalerweise im Vorfeld sehr ruhig und geordnet ab, lässt sich eigentlich nebenbei erledigen. Aber diesmal war alles anders.  Durch die Coronakrise hat sich der organisatorische Aufwand enorm erhöht. Ich habe gefühlt die letzten Tage nur am Telefon verbracht. In Abstimmung mit den Behörden oder in persönlichen Gesprächen mit dem Bezirkshauptmann.“

Welche konkreten Maßnahmen sind aufgrund der COVID-19-Krise notwendig?
Poiger: „Gestern, Donnerstag, wurde Oberwart in der Corona-Ampel mit Orange eingestuft. Damit nicht genug: Jetzt gibt es erstmals auch Rote Bezirke. Wir haben gerade noch kontrolliert, ob Teilnehmer aus Kuchl anreisen. Die hätten wegen der Quarantäne ein Problem. Aber das ist zum Glück nicht der Fall. Wir gehen weiter davon aus, dass die 158 genannten Starter fast ausnahmslos auch tatsächlich antreten. Unsere Regeln sind klar: Alle, egal ob Aktive oder Betreuer, mussten einen Gesundheits-Fragebogen ausfüllen. Pro Verein ist nur ein Coach erlaubt. Ausschließlich registrierte Personen werden in die Halle gelassen. Zuschauer bleiben gezwungenermaßen ausgesperrt. Wir haben vier in sich geschlossene Turnier-Blöcke eingerichtet, die Kontakte untereinander werden auf ein Minimum beschränkt. Ich kann mit voller Überzeugung behaupten: Wir haben alles im Griff, sind gut vorbereitet! Auch wenn es herausfordernd wird."

Konkret nachgefragt: Durch die Orange-Schaltung von Oberwart haben sich keine großen Änderungen, Probleme ergeben?
Poiger: „Das Sicherheitskonzept stand seit Wochen, da mussten wir nichts anpassen. Auch die strengen Zutritts-Auflagen inklusive Maskenpflicht und Körpertemperatur-Kontrollen sind weiterhin gültig. Aber als Klubobmann in Oberwart blutet mir das Herz. Ab sofort darf bei uns das Judotraining nur mehr kontaktlos erfolgen – das kommt bei den Kinderkursen einem Trainingsverbot gleich."

Zeitplan:

Freitag, 16. Oktober:
18:45 Uhr: Auslosung

Samstag, 17. Oktober:
09:30 Uhr: Beginn der Kämpfe Block 1 (Frauen: -52 kg, +78 kg, Männer: -73 kg)
14:30 Uhr: Beginn der Kämpfe Block 2 (Frauen: -78 kg, Männer: -60 kg, -66 kg)

Sonntag, 18. Oktober:
09:00 Uhr: Beginn der Kämpfe Block 3 (Frauen: -48 kg, Männer: -81 kg, -90 kg)
14:00 Uhr: Beginn der Kämpfe Block 4 (Frauen: -57 kg, -63 kg, -70 kg, Männer: -100 kg, +100 kg)

Weitere Informationen:
www.judoaustria.at