Verena Eberhardt legt den Fokus auf Kraft. Weil Rennen, egal ob auf der Bahn oder Straße, derzeit flachfallen, trainiert das Radsport-Ass nun eben zuhause.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 12. Dezember 2020 (01:46)

Die Sportlerin aus St. Martin in der Wart entschied sich vor wenigen Wochen, nicht bei der EM auf der Bahn in Bulgarien, teilzunehmen. Ein guter Zug, wie sie der BVZ erklärte: „Rückblickend gesehen, bin ich froh, dass ich diese Entscheidung traf.“ Die ungewisse Situation bezüglich Covid-19, keine ausreichende Versicherung und Mängel bei der medizinischen Versorgung machten es Eberhardt einfach(er), zu verzichten. Die nächste Europameisterschaft kommt bestimmt. 2021 in Antwerpen etwa, wobei die EM zuletzt wohl schon auf Mitte Juni verschoben wurde. Eberhardt: „Die belgischen Medien berichteten bereits darüber, eine offizielle Meldung vom Internationalen Radsportverband gibt es aber noch nicht.“

Kein Weltcup, dafür einige Nationencups?

Zudem werden kommendes Jahr sehr wahrscheinlich nur drei Nationencups im April, Mai und Juni gefahren. Diese könnten den Weltcup „ersetzen“. Das erste Rennen wird Eberhardt wohl im März mit dem belgischen Straßenteam in Angriff nehmen.

Derzeit bereitet sich die Profisportlerin mit flexiblen Einheiten auf das kommende Jahr vor. „Es macht richtig Spaß, ich gehe Wandern oder Mountainbiken und versuche, viele Belastungen zu machen, die nicht so einseitig, wie etwa das Training auf der Straße, sind.“ Eventuell plant sie auch Sprints auf der Bahn im Fery Dusika Stadion in Wien. Es wurde ein Corona-Konzept entwickelt, das es ermöglicht, dort möglicherweise zu trainieren – nicht nur für Eberhardt, auch für andere Sportliche wie Turner und Leichtathleten. Es gehe nur noch um die genaue Abwicklung und das Wie. Leicht sei es natürlich nicht, keine Rennen zu fahren und auch die Unsicherheit macht zu schaffen, aber: „Für mich ist es in Ordnung. Die Gesundheit geht vor.“