Beben in Pinkafeld: Wie geht es weiter?. Florian Hotwagner ist nicht länger Cheftrainer des Pinkafelder Burgenlandligisten. Das brachte Emotionen mit sich.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 23. Mai 2020 (02:33)

Es war der sportliche Aufreger des vergangenen Wochenendes: Florian Hotwagner, der zwei Jahre das Zepter als Cheftrainer beim SC Pinkafeld führte und mit diesem im Vorjahr auch den BFV-Cupsieg holte, trat zurück (die BVZ berichtete online exklusiv). Ein Paukenschlag, der in dieser Form nicht vorauszusehen war. Dennoch war es eine Entscheidung mit Anlauf, denn in den vergangenen Wochen gab es einen Bruch zwischen dem Coach und einer Person aus dem näheren Vorstandskreis.

In einer ersten Stellungnahme gegenüber der BVZ meinte Hotwagner: „Respekt, Vertrauen und Transparenz sind für mich die Grundvoraussetzungen, um irgendwo arbeiten zu können. Das fehlte zuletzt. Im Endeffekt gab es dann einige Sachen, die mir sagten, dass ich so nicht mehr weiterarbeiten kann.“ Mit „Hoti“ verließ auch sein Assistent Thomas Simon den Verein. Am Donnerstag vor einer Woche teilte er dann der SCP-Führung seine Entscheidung mit. Diese wollte noch retten, was zu retten war, beraumte ein Gespräch für den Freitag ein, welches vergeblich blieb. Das Ende war da schon fest besiegelt.

„Die Karten liegen in unserer Hand“

Als der SCP auf seiner Facebook-Seite dann die Trennung bestätigte, gingen die Wogen hoch. Hotwagner war beliebt. Extrem sogar. Mit seiner offenen, freundlichen Art kam er an – seine immens hohe Fachkenntnis dabei nicht einmal mit einberechnet. Auch die Mannschaft hatte mit dem Schlussstrich zu kämpfen. Das bestätigte der Sportliche Leiter Alex Diridl: „Das Verhältnis zwischen Trainerteam und Team war sehr gut. Die Burschen waren größtenteils sehr enttäuscht.“ Es müsse aber weitergehen. Geholfen haben da die ersten Einheiten, die seit Montag von Sebastian Hofer, Lukas Bernhart und Diridl selbst geleitet werden. Nur übergangsweise, wie der Sportliche Leiter versicherte: „Es gibt Gespräche und auch zwei, drei interessante Kandidaten, aber wir werden wohl noch diese Woche abwarten.“

Für den ehemaligen Admira-Analysten war es keine einfache Woche. „Die Tage waren sehr intensiv, es gab viele Telefonate, um die Situation zu erklären. Zudem musste auch die Kaderplanung vorangetrieben werden.“ Dabei gibt es neben Dominik Sperl noch keinen Abgang, auch wenn es Gerüchte (Anze Kosnik, Christoph Saurer nach Allhau?) gibt. „Die Karten liegen in unserer Hand. Die Spieler wissen, dass wir die sportlich beste Option für sie sind.“