Fünf Wechsel fix: Schein oder Sein?. Was im Profibereich nach der Wiederaufnahme des Betriebs umgesetzt wurde, kommt jetzt auch bei den Amateuren.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 11. August 2020 (01:20)
Chance für die Jugend? Mit den bald fünf erlaubten Wechseln könnten im besten Fall einige junge Kräfte in der Kampfmannschaft ihre Chance erhalten. Beim SV Mühlgraben passierte das zuletzt aber auch schon so.
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Die Profis machten es vor, die Amateure ziehen nach: In der heurigen Spielzeit werden im Meisterschaftsbetrieb bis zu fünf Wechseln erlaubt sein. Der Hintergrund war hierbei die lange Corona-Pause, die den Spielbetrieb Mitte März lahmlegte. In weiterer Folge wollten die Verantwortlichen der UEFA große Verletzungszahlen verhindern und gaben den Vereinen, auch aufgrund der vielen englischen Wochen, diese Option. Diese nützten sie auch, wurde gut angenommen, wobei es aufgrund der ungleichen Kadersituation zu den Amateuren nur schwer vergleichbar bleibt. Dennoch übernahm man in den Verbänden die neue Regel und testet sie zumindest für die Spielzeit 2020/21. Mögliche Spielverschiebungen und damit verbundene englische Wochen waren auch im Amateurbereich der Hauptgrund. Die neue Regelung scheint dabei im § 27 auf.

Die wichtigsten Änderungen kompakt zusammengefasst. Fünf Wechsel, drei Möglichkeiten. Ab sofort können pro Spiel bis zu fünf Spieler in der regulären Spielzeit ausgewechselt werden, wobei jedem Verein maximal drei Auswechselmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Bei gleichzeitiger Vornahme einer Auswechslung durch beide Vereine gilt dies als jeweils eine Auswechslungsgelegenheit pro Verein.

Weiters gibt es so zwar mehr Optionen, aber auch nur fünf Ersatzspieler. Anders als bei den Profis (dort sind es sieben) dürfen im Unterhaus nur fünf Ersatzspieler am Onlinebericht aufscheinen . Einer davon ist in der Regel Torwart. In der Praxis wird sich der Tausch also wohl auf vier Feldspieler beschränken.

Im Süden waren die Meinungen (siehe unten) gemischt, wobei man meistens abwarten wolle, wie es sich entwickle. Oder wie drückte es Oberwarts Sportkoordinator Peter Lehner aus: „Das Kraut macht diese Änderung sicher nicht fett.“