Denis Kulovits: „Es ist definitiv eine Herausforderung“. Ein knappes halbes Jahr schwingt der Güttenbacher Denis Kulovits das Trainerzepter in Eltendorf – Zeit für ein Fazit.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)
Hoffen und Bangen. Für Denis Kulovits war die Hinrunde lehrreich, wobei es gegen Ende hin immer besser wurde.
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Einen solchen Kaltstart hatte sich Denis Kulovits nicht gewünscht: Beim Aufsteiger aus Güssing verlor der SV Eltendorf seinen Auftakt mit 2:3. Ein bitterer Auftakt für den jungen Trainer, der 2017 auch schon in Kaltenbrunn arbeitete. Und in weiterer Folge nagte man an dieser Derby-Pleite. Viel lief zu Beginn nämlich nicht zusammen.

Der Kader wurde über den Sommer verändert und dazu auch verjüngt. Mit Matthias Novak fiel dann auch gleich ein Eckpfeiler lange aus und es dauerte, bis der SVE-Tross die Ideen von Kulovits an- und auch aufnahm. „Es ist definitiv eine Herausforderung“, sagte der gebürtige Güttenbacher und ergänzte: „Ich wollte die Chance aber unbedingt ergreifen, auch wenn es nicht immer einfach ist.“

Als „bestes Südteam“ schloss der SVE die Saison 2018/19 ab, um sich dann nur wenige Monate später im tiefen Abstiegskampf zu befinden. Nach und nach lief es aber sportlich besser und mit der Zeit stellten sich auch die Ergebnisse ein. Der Höhepunkt? Der 5:1-Sieg am ersten Rückrundenspieltag gegen den SV Güssing. Die Revanche für die Auftaktpleite im August. „Das Ende war erfreulich und wir können mit gutem Gefühl in die Pause gehen.“

Der hohe Erfolg war dabei ein erstes Zeichen, wie Kulovits eigentlich spielen lassen will, aufgrund diverser Umstände aber oft improvisieren musste: Aggressiv, technisch sauber, schnell, modern. Er musste sich anpassen, weil die Rädchen nicht immer so in sich zusammen griffen, schaffte es aber und ließ die erste Talsohle hinter sich. Positiver Nebeneffekt: Über den Winter hat man nun Zeit, Dinge taktisch anzupassen. Kulovits: „Die Burschen wissen mittlerweile, um was es geht und das Gros des Kaders bleibt zusammen.“

Es bleibt aber ein schwieriger Spagat, kurzfristig Ergebnisse einzufahren und Langfristiges aufzubauen. Das ist aber das Ziel, wie der ehemalige Burgenlandliga-Kicker erklärte: „Wir wollen von ganz unten so schnell wie möglich weg. Priorität hat jetzt erst einmal der Ligaerhalt.“ Der sollte machbar sein, wie er anfügte: „Die Mannschaft wurde bis dato unter Wert geschlagen.“