Trainer mit Ablaufdatum. Präsident Gerhard Horn zeigte sich angesichts von elf Zählern Rückstand auf Leader Deutschkreutz „erschüttert“. Konsequenz: Coach Jürgen Halper wird den SVO verlassen.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 30. Oktober 2019 (01:48)
Große Ziele, bis dato wenig Ertrag. Der Oberwarter Obmann-Präsident Gerhard Horn (m.) dementierte einen Abgang von Franz Wohlfahrt (l.) und klärte die weitere Zukunft von Cheftrainer Jürgen Halper ab.
Patrick Bauer

Das Spielende beim 0:2 in Siegendorf bekam Oberwarts Obmann-Präsident Gerhard Horn schon gar nicht mehr mit. Nach der Entscheidung durch Florian Frithum per Freistoß, verließ der Geschäftsführer der Firma Klöcher Bau, das Nordburgenland. Gefrustet, angeknackst, denn elf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Deutschkreutz sprechen mehr als nur Bände. „Ich bin erschüttert“, so Horn zur BVZ.

Halper bleibt nur noch die letzten drei Spiele

Zuletzt setzte es drei Niederlage in Serie, wobei man gar seit dem 27. September auf einen Sieg wartet. Vor über einem Monat drehte man in Unterzahl die Begegnung gegen Eltendorf noch in ein 2:1 um und viele vermuteten, dass der SVO einen Lauf starten würde.

Falsch gedacht, denn schon eine Woche später musste man sich abermals im Informstadion mit einem 0:0 gegen Markt Allhau begnügen. „Für mich ist es eine ganz tragische Situation“, meinte das SVO-Oberhaupt weiter und ergänzte: „Die bisher erzielten 19 Punkte sind sicher nicht unser Anspruch.“

Als Fünfter beschlossen die Oberwarter ihre Spielzeit 2018/19. Diese war die erste Saison nach dem Wiederaufstieg und kann als gut eingeordnet werden. Dabei hatte man im Herbst arge Probleme, holte zu Saisonbeginn in acht Spielen nur zwei Punkte, schaffte dann aber die Trendwende. „Da hatte man ständig das Gefühl, dass es besser werden würde. Das fehlt derzeit“, meinte auch der Sportliche Leiter Michi Benedek und auch Horn äußerte sich in ähnlicher Weise: „Wir sind kadertechnisch wesentlich breiter aufgestellt und dazu ist die Mannschaft auch eindeutig teurer.“

Das manifestierte sich am Montagabend, wo der SVO-Vorstand zusammenkam und gemeinsam entschied, dass sich die Wege des Traditionsvereins mit Trainer Jürgen Halper, der vor über zwei Jahren in der 2. Liga übernahm und den sofortigen Wiederaufstieg schaffte, nach den letzten drei Saisonspielen trennen werden. Das bestätigte der Sportliche Leiter Michi Benedek. „Zum einen waren es natürlich die letzten Ergebnisse und zum anderen hat Jürgen auch einen immens hohen zeitlichen Aufwand, den er zu absolvieren hat. Ich glaube, dass das die beste Lösung ist und nun jeder weiß, woran er ist. Jetzt wollen wir so viele Punkte wie möglich holen und vielleicht löst das nun auch den Knoten innerhalb der Elf.“ Zur Winterpause wolle man sich um dann um eine neue Lösung für die SVO-Betreuerbank bemühen. Benedek weiter: „Erst gilt es aber, die letzten drei Spiele gut über die Bühne zu bringen.“

Die Wohlfahrt-Zukunft bleibt laut Horn offen

Ein zuletzt aufkeimendes vorzeitiges Ende von Sportdirektor Franz Wohlfahrt ist derweil noch nicht in Sicht. Zuletzt kamen nämlich Meldungen auf, dass der Ex-Profi auf dem Sprung in eine andere Aufgabe sei. Das verneinte Obmann Horn: „Da ist gar nichts fix.“ Nachsatz: „Und selbst wenn es so wäre, wäre es viel zu früh, es kundzutun.“