UTTC Oberwart erhält trotz Coronavirus den Titel. Der Landesliga-Mannschaft wurde trotz Corona-Krise und Saisonabbruch die Mannschafts-Meisterschaft zuerkannt.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 17. Mai 2020 (02:10)
Eroberten in der 1. Landesliga Herren den Platz an der Sonne. Tamas Kalmar, Peter Stengg und Michael Seper (v.l.) wurden Meister.
UTTC

Natürlich wäre es der UTTC Oberwart II-Mannschaft auf sportlicher Ebene lieber gewesen, den Titel zu holen. Bis Corona Einzug hielt, sah es für Peter Stengg und Kollegen mit dem Meistertitel in der Landesliga auch sehr gut aus. Fünf Runden wären noch zu spielen gewesen, wobei die Zweite der Bundesliga-Truppe in der 1. Landesliga Herren-Meisterschaft vier Punkte vor Halbturn I und Oberpullendorf II aufwies. Von zwölf Spielen wurde nur eines verloren.

Der Titel ging trotz Corona nach Oberwart

Die Situation rund um das Coronavirus machte eine Fortsetzung der laufenden Spielzeit dann aber unmöglich. Der Vorstand des burgenländischen Tischtennisverbandes (BTTV) entschloss sich, die Meisterschaft abzubrechen. Einig war man sich auch, dass der aktuelle Stand vor Aussetzen des Spielbetriebs am 12. März unter Nicht-Wertung der vorverlegten Spiele als Endstand herangezogen werde. Oberwart II, mit den Eigenbauspielern Michael Seper, Peter Stengg, Andreas Schmidt und Spielertrainer Tamas Kalmar, kürte sich so zum Meister. „Eine tolle Leistung. Unsere Jugendarbeit trägt Früchte. Zu unserem 30-jährigen Jubiläum ein super Erfolg“, freut sich Obmann Franz Felber.

Schon die Goldene bei den österreichischen Meisterschaften in Kufstein im Doppelbewerb mit Dominik und Mathias Habesohn (Tirol) übertraf viele Erwartungen des Vereins. Nun ein weiterer Titel, der gar eine Teilnahme an der 2. Bundesliga garantieren würde. Sowohl sportlich als auch finanziell eine (noch) zu hohe Hürde. „Aufgrund von Corona und der finanziellen Situation wissen wir nicht, wie es weitergeht. Es gibt viele Fragezeichen. Wird im Herbst eine Meisterschaft ausgetragen? Ist ein Live-Spiel im EO noch möglich“, fragt Felber.

Fix ist derzeit: In der Bundesliga bleibt Oberwart seiner Österreich-Linie treu. „Unser Weg ist der richtige und auch der Vorstand sprach sich zuletzt für diese Variante aus.“