Erstellt am 14. Juli 2018, 03:46

von Martin Ivansich

Nacra17-Duo hat „Tokio“ bereits im Fokus. Das Nacra17-Duo Barbara Matz und Thomas Zajac verzichtet auf die EM vor Gdynia. Der Grund ist einfach: Man ordnet alles den Olympischen Spielen in Tokio unter.

Volle Konzentration auf die Olympischen Spiele. Das Ziel von Barbara Matz und Thomas Zajac ist klar abgesteckt. Das Nacra17-Gespann will in Tokio mit dabei sein. Dementsprechend wird alles dem Vorhaben untergeordnet.  |  zVg/tomsailing

Seit Sonntag wird vor Gdynia (Polen) um Europameisterschafts-Edelmetall gesegelt. Nicht mit dabei ist die heimische Nummer eins in der Nacra17-Kategorie. Die Neusiedlerin Barbara Matz und Steuermann Thomas Zajac haben aktuell andere Pläne. Trainingslager an der dänischen Ostküste statt EM heißt die Devise. Warum? Weil man bestens gerüstet Anfang August eben dorthin nach Aarhus reisen will, um bei der Weltmeisterschaft ein erstes Zeichen in Richtung Olympische Spiele 2020 zu setzen.

Die erste Chance auf ein Olympia-Ticket

Die Sailing World Championships vor Aarhus erfahren nämlich durch die erste Runde in der Olympia-Qualifikation für 2020 zusätzliche Würze. Acht der in Summe zwanzig Tokio-Fahrkarten werden im Rahmen des Titelrennens vergeben, die nächste Quali-Möglichkeit ergibt sich im Dezember 2019 vor Auckland/Neuseeland.

„Die Nationen-Qualifikation für Tokio gleich im ersten Anlauf zu meistern hat Priorität. Zum einen, weil ein Stück Anspannung wegfällt, aber vor allem, weil wir mit dem Ticket in der Tasche hinsichtlich der Vorbereitung im Olympia-Revier effizienter planen können. Das heißt aber nicht, dass wir den Medaillen-Fight außer Acht lassen“, so Thomas Zajac.

Optimistisch. Thomas Zajac und Barbara Matz wollen bei der Weltmeisterschaft in Dänemark das Nationen-Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio lösen.  |  zVg/tomsailing

Das Gerangel um Gold, Silber, Bronze und die vorderen Plätze wird beim Showdown in Dänemark aufgrund der hohen Dichte in der Nacra17-Klasse intensiv, hinzu kommt ein launisches Revier, das speziell bei ablandigen Winden seine Tücken hat. Barbara Matz: „Flaches Wasser, Strömung, große Druckunterschiede und extreme Winddreher – das Revier ähnelt jenem in Kiel, wo wir zuletzt mit Rang drei Selbstvertrauen tanken konnten. In den kommenden Wochen geht es darum in Aarhus weitere Daten zu erarbeiten und das richtige Gefühl für die Gegebenheiten zu entwickeln.“

Im Training mit den Olympiasiegern

Seit letzten Donnerstag bis kommenden Samstag sind Matz und Zajac im Trainingsmodus. Die OeSV-Asse und Sportler des Candidate Sailing-Teams machen dabei gemeinsame Sache mit den Brasilianern Samuel Albecht/Bruna Cesario de Mello sowie den Argentiniern Santiago Lange und Cecilia Paroli, die in Rio 2010 Olympiagold erobert haben. Top-Voraussetzungen also, um den ersten Schritt Richtung Tokio bei der WM umzusetzen.