Golfer haben große Pläne für 2020. Der Neudauberger Robin Goger startet neu durch, für Uli Weinhandl und Markus Habeler soll es auch wieder nach oben gehen.

Von Malcolm Zottl und Daniel Fenz. Erstellt am 25. Dezember 2019 (05:26)
Voller Fokus auf 2020. Uli Weinhandl hat im neuen Jahr einiges vor.
GEPA/ Christian Walgram

Abseits der großen European-Tour-Bühne, auf der Bernd Wiesberger nach wie vor eine große Nummer ist, haben sich Burgenlands Profigolfer 2019 auf der dritthöchsten Turnier-Ebene, der Alps Tour, mehr oder weniger stark präsentiert. Die BVZ hat nachgefragt und liefert einen aktuellen Überblick.

Markus Habeler

Der Neudörfler blickt auf eine solide Saison zurück. Dass Habeler nicht ganz vorne angreifen konnte, lag daran, dass sein Spiel alles andere als solide war. Zu Beginn des Jahres nahm der 27-Jährige gemeinsam mit Pro Frederik Magnusson eine technische Adaptierung vor.

Markus Habeler hatte heuer das Ziel nicht immer konkret vor Augen.
GEPA/Christian Walgram

Doch von den Tees gelang Habeler weniger als in den letzten Jahren: „Ich bin technisch jetzt stabiler, das ist langfristig erfolgsversprechender“, erklärt der Föhrenwald-Profi, allerdings muss er sich auf die Änderung einlassen.

„Wenn man etwas hat, das funktioniert, ist es schwierig loszulassen. Ich bin dann immer zwischen dem Alten und dem Neuen geswitcht. Da habe ich mich verlaufen, das kann man schon so sagen“, gibt Habeler zu, der seit November „die neue Technik durchzieht.“ Auf den Grüns muss der Burgenländer hingegen die mentale Hemmschwelle überwinden: „Da habe ich zu viel nachgedacht, wollte immer perfekt stehen. Aber eigentlich reicht es, wenn man ein gutes Gefühl hat, dass der Ball reingeht.“

Robin Goger

Der Neudauberger nahm im abgelaufenen Jahr an keinem Turnier teil – unter anderem auch, weil sein Hauptsponsor absprang. „Gott sei Dank habe ich nun wieder einen Sponsor gefunden, der es mir ermöglicht, neu durchzustarten. Der Vertrag dazu wird aber erst im Jänner 2020 unterschrieben, erst dann kann ich den Namen nennen“, stellt der 24-Jährige klar.

Große Ziele: Der Neudauberger Robin Goger will nach seiner Pause im neuen Jahr wieder voll durchstarten.
BVZ

Die Spielberechtigung für die Alps Tour 2020 holte er sich aktiv über die Tourschool im Dezember, weshalb nun wieder Zuversicht regiert. Gogers großes Ziel: „Es wäre cool, könnte ich gleich zu Beginn der Saison ein Turnier gewinnen, dann wäre ich automatisch bei allen Turnieren dabei und würde auch sicher Einladungen zu Turnieren der Challenge Tour erhalten.“

Uli Weinhandl

Die abgelaufene Saison verlief mit Rang 22 einerseits zufriedenstellend, sein großes Ziel, in die Challenge oder European Tour aufzusteigen, verpasste der Oberwarter aber. „Persönlich kann ich nicht zufrieden sein“, so das Resümee.

Um für die neue Saison gerüstet zu sein, ging es auch zum Training nach Florida. „Die Einheiten sind sehr positiv verlaufen.“ Der 43-Jährige wird sich aber nicht nur ausschließlich auf die Alps Tour-Turniere, sondern auch auf die Mena-Tour im Mittleren Osten und Nordafrika konzentrieren. Und vielleicht gelingt ja 2020 der Aufstieg: „Das muss das Ziel jedes Golfers sein, der davon leben will und muss.“